Im Februar dieses Jahres hat die Stadt Schmalkalden die ehemalige Brauerei Cramer im Lohweg 5 für einen niedrigen fünfstelligen Betrag ersteigert. In den vergangenen 25 Jahren in Privatbesitz verkam der Komplex aus Scheunen, Lagerhallen und Felsenkellern zunehmend zu einer einzigen Müllkippe. Türen wurden aufgebrochen, Fenster eingeschlagen, Farbeimer ausgeschüttet. Bäume, die am Hang keinen Halt mehr fanden, stürzten auf die Straße oder blieben auf den Dächern der Gebäude liegen (wir berichteten). Konkrete Pläne mit der Immobilie hat die Stadt noch nicht, aber viele Ideen. Die hat auch der Ausschuss für Jugend, Kultur und Sport. Eine seiner letzten Sitzungen vor der Sommerpause haben die Mitglieder genutzt, um sich vor Ort mit Trägern und Vertretern der Kinder- und Jugendarbeit zu treffen. Das Interesse sei sehr groß gewesen, berichtete Ausschussvorsitzender Fabian Amborn (SPD) jüngst im Stadtrat. Gekommen waren unter anderem der Kulturverein Villa K, Stundenten der Hochschule, der Verein Bunte Kultur Schmalkalden (BUKS) sowie Stadträte und Mitarbeiter der Verwaltung. Als Hausaufgabe hätte jeder einzelne mitgenommen, konkrete Vorschläge für eine mögliche Nutzung der einstigen Brauerei und späteren Fischhandlung auf Papier zu bringen. Amborn zufolge gehe es in Richtung, Angebote für junge Menschen zu entwickeln.