Schmalkalden – Der Verdrängungswettbewerb auf den Wiesen, Weiden und Äckern hat erste Opfer: Die Rebhühner sind so gut wie verschwunden, die Hasen gegenüber früher seltener geworden und die Rehe ziehen sich allmählich zurück. „Die Feldflur ist ausgeräumt“, sagte der Vorsitzende der Rehwildhegegemeinschaft Werratal, Rainer Zeiss, bei einer Veranstaltung der Kreisjägerschaft in Floh. Die Situation sei schlecht, alles andere als befriedigend, so die bittere Bilanz des Weidmannes, der seit 45 Jahren auf die Jagd geht. Dass Meister Lampe seltener über die Flure hoppelt und Bambi türmt, liegt aus seiner Sicht zum einen an den gerodeten Gehölzen und nicht mehr vorhandenen Deckungsmöglichkeiten – aber nicht nur. Der heute von den Landwirten praktizierte Ackerbau ist ein zweiter Grund, die moderne Weidewirtschaft ein dritter: Im Revierkampf mit dem Reh hat das Rind die Hörner vorn.