Schlittenhunderennen Die Musher hoffen auf den Wettergott

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Vor vier Jahren waren die Musher letztmals in Frauenwald zum Wettkampf aktiv. Foto: SSCT

Der Schlittenhundesportclub Thüringen (SSCT) hofft auf erstes Schneerennen seit vier Jahren: Die Vorzeichen sind gut.

Mit großer Erleichterung haben die Thüringer Schlittenhundesportler den Wetterumschwung der letzten Tage und das zunehmende weiße Kleid, in dem sich der Thüringer Wald präsentiert, wahrgenommen. Nähren beide doch die Hoffnung, nach vier Jahren Pause endlich wieder einmal ein „richtiges“ Schlittenhunderennen in Thüringen ausrichten zu können.

Am ersten Februarwochenende (4. und 5. Februar), so der Plan, soll in Frauenwald die Deutsche Meisterschaft Sprint ausgetragen werden – für viele Musher außerdem die letzte Gelegenheit, sich noch für die danach anstehenden internationalen Meisterschaften auf Schnee zu qualifizieren. Bislang war das in dieser Saison nicht möglich, weil sämtliche bis jetzt geplanten Schneerennen in Deutschland witterungsbedingt ausfallen mussten.

„Dass das in Frauenwald nicht auch noch passieren muss, darauf hofft und betet der SSCT geradezu“, teilt Sascha Mönch vom SSCT mit. Zu groß ist die Sehnsucht, endlich auch wieder auf Schlittenkufen oder Ski gemeinsam mit den Vierbeinern unterwegs zu sein; zu lang her die letzten beiden Rennen im Jahr 2019...

Mussten die SSCT-Schneerennen 2020 noch aufgrund frühlingshafter Witterung abgesagt werden, machte in den beiden darauffolgenden Jahren die Corona-Pandemie den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Besonders bitter: In beiden Wintern hätte es am Rennsteig beste Bedingungen für den Schlittenhundesport gegeben. Umso größer die Hoffnung, dass dies auch im Februar – zeitlich günstig gelegen zwischen den beiden Thüringer Wintersport-Highlights dieser Saison, den WMs im Rennrodeln und Biathlon – der Fall sein wird.

Wenn das Rennen stattfindet, dürfte ein beeindruckendes Starterfeld fast garantiert sein. Nicht nur, weil das Rennen als Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird: Nachdem der Wettbewerb in Frauenwald in den 90er Jahren vom Rennleiter-Ehepaar Hans-Jürgen und Gabriele Ebert aus der Taufe gehoben wurde, hat es sich binnen kürzester Zeit zu DEM Schlittenhunde-Mekka im Thüringer Wald entwickelt; für manchen Musher ist Frauenwald sogar deutschlandweit das Schneerennen schlechthin. Sollten sich die derzeitigen Wetterprognosen bestätigen, sind die Veranstalter optimistisch, das Rennen auch wirklich austragen zu können.

Eine endgültige Entscheidung über Ausrichtung oder Absage dürfte etwa eine Woche vor dem Renntermin fallen. Bis dahin heißt es weiter: Hoffen und beten…

 

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