Schleusingen Stadt ist „glückliche Autohausbesitzerin“

Im Schleusinger Bauhof wird es in absehbarer Zeit Veränderungen geben. Die Stadt plant, den Standort zu verlegen. Doch wohin?

Als „perfekten Standort“ bezeichnet Bürgermeister Alexander Brodführer das Gelände des ehemaligen Opel-Autohauses nahe der Autobahnauffahrten. Foto:  

Die Stadt Schleusingen ist seit Mittwochnachmittag Besitzerin des ehemaligen Opel-Staffel-Autohauses, das sich am Ortsausgang in Richtung Hinternah befindet. Bürgermeister Alexander Brodführer (CDU) hat den entsprechenden Notarvertrag unterschrieben, informiert er im Gespräch. „Auch die Schlüsselgewalt haben wir, sind also glückliche Autohausbesitzer“, sagt der Stadtchef mit Augenzwinkern.

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Quantensprung für den Bauhof

Eigentümerin wird Schleusingen allerdings erst, wenn der vereinbarte Kaufpreis gezahlt und die Grundbucheintragungen erledigt seien. Damit rechne Brodführer spätestens bis Oktober. Und dann kann’s losgehen. Denn das knapp 10.200 Quadratmeter große Gelände, das zur Insolvenzmasse der Autohaus-Staffel-Gruppe gehörte, soll der neue Bauhofstandort Schleusingens werden.

„Nachdem alles geklärt ist, werden wir die Gebäude so aufbereiten, dass der Bauhof umziehen kann“, sagt der Stadtchef, der weiß, dass die dortigen Gegebenheiten „ein Quantensprung“ für den Bauhof bedeuten. Dennoch müsse hier und da etwas umgebaut werden. Eventuell sollen Tore erweitert werden. Was aber definitiv angelegt werden muss, das sei ein Salzlagerplatz. Ob es allerdings ein Platz werde oder eine andere Lagermöglichkeit gefunden wird, eventuell in Form von Silos, das sei noch nicht abschließend geklärt. „Wir hätten auch am jetzigen Bauhofstandort eine neue Lösung finden müssen. Momentan lagert dort das Salz neben der Technik. Und das ist sehr ungünstig“, sagt Alexander Brodführer.

Genügend Platz am neuen Standort

Gemeinsam mit Bauhofführungskräften habe man sich bereits vor dem Kauf die Gegebenheiten angeschaut, ausgemessen und überlegt, wie die Technik – vom Fuhrpark bis hin zu Kleinteilen – untergebracht werden kann. Am neuen Standort sei für alles genügend Platz.

Für etwaige Veränderungen sind im Nachtragshaushalt 100.000 Euro eingeplant. Über den Kaufpreis schweigt der Bürgermeister. Nur so viel: Er sei wesentlich geringer, als der dringend nötige Umbau des alten Bauhofs kosten würde. Für Letzteren waren einige Millionen kalkuliert worden. Der Kaufpreis jedoch liege nicht im Millionenbereich, bestätigt Brodführer.

Umzug im kommenden Jahr

„Wir beginnen mit den Planungen, wenn wir Eigentümer sind. Mein Wunsch wäre, am 1. Januar 2026 umzuziehen. Mir ist aber bewusst, dass das in der Winterdienstphase ist. Also ungünstig“, sagt der Stadtchef. Es werde wohl eher ein Umzug im Laufe des kommenden Jahres. Der jetzige Bauhofstandort – immerhin ein 11.000 Quadratmeter großer Entwicklungsbereich – soll nach Möglichkeit veräußert werden.