Schipanski über Laschet „Die Mehrheit hat sich Markus Söder gewünscht“

Tankred Schipanski Foto: arifoto UG/ari (Michael Reichel)

Die Nominierung Armin Laschets zum Kanzlerkandidaten von CDU und CSU hat beim Ilmenauer Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski (CDU) für Kritik gesorgt.

Die Nominierung Armin Laschets zum Kanzlerkandidaten von CDU und CSU hat beim Ilmenauer Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski (CDU) für Kritik gesorgt. „Die CDU-Parteibasis in Thüringen sowie die Mehrheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich Markus Söder als Kanzlerkandidat gewünscht. Ich bedauere, dass diese Meinungen sich in der aktuellen Entscheidung des Bundesvorstandes nicht wiederfinden“, so Schipanski auf Anfrage. Dennoch, so betont er, sei Laschet als erfolgreicher Ministerpräsident ein geeigneter Kandidat. Er sei aber froh, dass Markus Söder seine Unterstützung zugesagt habe und die Union geschlossen in den Wahlkampf ziehen könne.

Ob Laschet durch die geheime Abstimmung im CDU-Bundesvorstand, bei der er nur 67 Prozent der Stimmen erhielt, geschwächt wurde, kommentiert Schipanski nicht. „Es stand auch zur Debatte, dass man diese Entscheidung in der Bundestagsfraktion trifft oder in einer CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir zukünftig ein geordnetes Verfahren für die Kanzlerkandidatur benötigen“, so Schipanski.

Markus Söder lobt der Ilmenauer als starke Persönlichkeit, die Themen und Standpunkte hervorragend transportieren könne. „Derartige Eigenschaften sind in personalisierten Wahlkämpfen besonders wichtig“, so Schipanski. Armin Laschet bescheinigt er, ein guter Teamplayer zu sein.

Zur Frage, ob der über Tage währende Streit um die K-Frage die Union geschwächt haben könnte, antwortet Schipanski unkonkret. „Streit ist nie beliebt. Daher haben beide Parteivorsitzenden jetzt zur Geschlossenheit gemahnt“, teilt er mit.

Auch zur Nominierung Annalena Baerbocks als Kanzlerkandidatin der Grünen, die laut Wahlumfragen bundesweit stärkster Konkurrent der Union ist, äußert sich Schipanski nur vage. „Die Grünen haben strategisch einen guten Zeitpunkt zur Bekanntgabe ihrer Kanzlerkandidatin genutzt“, sagt er. Stärkster Konkurrent der Union in Thüringen sei aber die AfD und nicht die Grünen. „Frau Baerbock hat bisher als Oppositionspolitikern nur kritisiert und keine eigenen, konstruktiven Lösungen präsentiert“, so Schipanski.

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