Vacha - Ideen muss man haben. Was das Engagement von Bürgern für ein sauberes Lebensumfeld angeht, ist Antje Merzweil immer für eine neue Idee gut – diesmal im Rahmen des Wettbewerbs „Machen!2021“.
Der World Cleanup Day 2021 steht bevor. Ein Wettbewerbserfolg dient dazu, seine Organisation und Ausstattung länderübergreifend zu gewährleisten und seine Ergebnisse publik zu machen.
Vacha - Ideen muss man haben. Was das Engagement von Bürgern für ein sauberes Lebensumfeld angeht, ist Antje Merzweil immer für eine neue Idee gut – diesmal im Rahmen des Wettbewerbs „Machen!2021“.
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Auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fand die Unterbreizbacherin die Kategorie „Ost-West-Partnerschaften – Gemeinsamkeiten entdecken“, und ihr fiel ein: Warum nicht die Brücke der Einheit zwischen Vacha und Philippsthal“ zum Scharnier gemeinsamer Aufräumaktionen unter dem Dach des World Cleanup Day 2021 am 3. September zu machen? Auch die Bürgermeister von Vacha und Philippsthal, Martin Müller (CDU) und Timo Heusner (SPD), ließen sich dafür begeistern.
Mit diesem politischen Hinterland und gestützt auf die wachsende Bereitschaft in der Bevölkerung, selbst für eine saubere Umwelt aktiv zu werden, entwickelte Antje Merzweil ihren Wettbewerbsvorschlag.
Auch diese Medaille hat zwei Seiten: Antje Merzweil, Thüringenbeauftragte von Let’s do it! Germany e.V. kann auf die Resonanz stolz sein, die ihr Engagement in unserer Region bisher schon gefunden hat. Freilich ist sie auch nicht die einzige Streiterin gegen die Landschaftsvermüllung.
Die zweite Seite ist der Blick in die Zukunft: Das Anliegen soll noch mehr popularisiert werden, und insbesondere der World Cleanup Day (WCD) hat Mitmach-Reserven ohne Ende. Unterstützung kommt nicht nur von den beiden Bürgermeistern, der Vitus-Grundschule in Vacha und der Philippsthaler Kreuzberg-Grundschule. Kindergärten, Vereine, Feuerwehren, Familien und einzelne Bürger signalisieren ihre Aufgeschlossenheit. Hinzu kommt: Die Werrabrücke, die seit dem Mittelalter als Glied der Via regia für die menschliche und wirtschaftliche Verbindung zwischen Landesteilen stand, aber ab Kriegsende bis zum Mauerfall eine Grenzfestung wurde, besitzt heute umso mehr das Image Gemeinsamkeit. Gute Erfahrungen gibt es hinsichtlich der Unterstützung durch die Kommunen beim Abtransport des gesammelten Unrats.
In Vorbereitung auf das Projekt, dessen Termin der 18. September sein soll, kam dieser Tage ein TV-Produktionsteam, um im Auftrag des BMWi ein Filmchen zu erstellen, das die Werbetrommel für das Vorhaben rühren und in Kürze auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums (www.bmwi.de) abrufbar sein soll. Akteure waren Schüler und Lehrer der Kreuzbergschule, die bereits Ferien hatten, während sich ihre Gegenüber aus Vacha mit Blick auf das kurz bevorstehende Thüringer Schuljahresende entschuldigt hatten. Das Drehbuch enthielt einen Querschnitt der am Projekttag geplanten Aktionen und Tätigkeiten, von der Begrüßung in der Mitte der Brücke über die Verteilung der Ausstattung, darunter WCD-Warnwesten, Handschuhe und Müllgreifer, Müllsäcke und Desinfektionsspray. Fußgänger und Radfahrer, die die Brücke passierten, spendierten ihre Aufmerksamkeit.
Das Werraufer wurde ebenfalls einbezogen, schließlich gehört auch die Säuberung von Flüssen und Meeren zu den Anliegen. Da bekamen die Mitwirkenden gleich weitgereiste Zuschauer, denn ein holländisches Kanufahrer-Ehepaar hatte gerade angelegt, um hier ihr Zelt aufzuschlagen.
Die Juroren des Ideenwettbewerbs waren von dem durch Antje Merzweil eingereichten Vorschlag angetan. Er belegte in seiner Kategorie den vierten Platz, der mit 8000 Euro dotiert ist. Das Geld kommt sehr gelegen, denn so können die genannten Sicherheitsutensilien, der Plakatdruck und eventuell Essen, Getränke und Musik für eine Abschlussveranstaltung im Zeichen von Brücke und sauberer Umwelt finanziert werden.
Und schließlich, damit rundet sich der Kreis, sollte sich durch die Aktionen und ihre öffentliche Darstellung ein Schneeballeffekt einstellen, damit sich kleine und große Zeitgenossen, Gruppen und Vereine animiert fühlen, ein Stück Umwelt von den Spuren allzu lässiger Mitmenschen zu befreien, von der Plastiktüte bis zur Coronamaske.