Salzunger Tafel Fahrer dringend gesucht

Die Salzunger Tafel benötigt Unterstützung. Händeringend wird nach ehrenamtlichen Fahrern gesucht, damit keine Lebensmittel-Touren abgesagt werden müssen.

Tafel-Chefin Anita Mühlberger gewährt einen Blick in das neue Kühlfahrzeug. Foto: privat

Bad Salzungen - Das Team der Salzunger Tafel ist überglücklich: Dank einer großen privaten Spende und der Unterstützung der Wartburg-Sparkasse in Zusammenarbeit mit dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen konnte ein neues Kühlfahrzeug gekauft werden. Der alte Opel mit über 300 000 gefahrenen Kilometern musste ausgemustert werden. Hermann Mihm und Enrico Reiß, beide ehrenamtliche Helfer an der Salzunger Tafel, können ihre Touren nun im neuen Fahrzeug absolvieren. Das haben sie zum größten Teil Erika Grüßung zu verdanken, die privat 30 000 Euro spendete. Seit Jahren unterstützt die Bad Salzungerin die ehrenamtliche Arbeit des Tafel-Vereins. Tafel-Chefin Anita Mühlberger kann sich noch gut an den Überraschungstag erinnern: „Als ich Kontoauszüge holte, standen da plötzlich 30 000 Euro auf dem Papier.“ Kein Versehen, sondern eine ernst gemeinte Spende genau zur rechten Zeit. Mit weiteren 10 000 Euro des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen war der Kauf des dringend benötigten Ersatzes für das alte Kühlfahrzeug perfekt.

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Rundum glücklich wäre das Tafel-Team, wenn sich nun auch ausreichend Fahrer finden, die ehrenamtlich die Touren zu den Lebensmittelmärkten übernehmen, um die Waren für die Tafel-Ausgabe abzuholen. „Das ist zurzeit unsere größte Sorge“, berichtet Anita Mühlberger. Finden sich keine Fahrer und Beifahrer, müsse man schweren Herzens Touren streichen. „Und das wäre ganz schlecht, denn dann fehlen uns an den Ausgabetagen Lebensmittel.“ Rund 350 Tafelkunden werden aktuell betreut, die sich zweimal wöchentlich gegen einen geringen Obolus Lebensmittel abholen können. Hinter den 350 angemeldeten Kunden stehen ganze Familien. Somit versorgt man rund 800 bis 900 Personen mit gespendeten Lebensmitteln.

Auch an das Arbeitsamt hatte sich der Tafelverein schon gewandt. Bislang ohne Erfolg. Nun hofft man, rüstige Senioren zu finden, die einmal oder auch zweimal pro Woche am Vormittag eine Fahrt übernehmen.

Gut läuft es im Sozialkaufhaus. Aktuell hat man so viele Gebrauchtwaren, dass man keine weiteren Spenden annehmen kann. „Wir bitten darum, dass keine Sachen vor dem Sozialkaufhaus abgestellt werden“, erklärt Anita Mühlberger. Sicher kann sich die Tafel der weiteren Unterstützung der Stadt Bad Salzungen sein, die die monatliche Miete des Gebäudes in der Langenfelder Straße übernimmt.