Erinnern Sie sich an Jutta Ditfurth? Oder war es Dittfurth? Oder Dittfurt? Na ja. Eher ein Fall für „Wer weiß denn so was?“ Die Rechtschreibprüfung meint: Ditfurth. Also: Erinnern Sie sich an Ditfurth? Ja! Klar! Die hat einst die Talkshows auch kräftig aufgemischt. Und die Grünen! Die hatten damals ein ähnliches Problem mit Ditfurth, wie es die Linke heute mit Sahra Wagenknecht hat. Weil Ditfurth eine ebenso begnadete Populistin und Selbstdarstellerin, aber eben auch Egozentrikerin war. Ich erinnere mich: Am Ende hat Ditfurth ihre eigene Partei gegründet. Den Namen müsste ich googeln. Das will ich aber nicht. Zuviel der Ehre. Aber immerhin war Ditfurth nicht so vermessen, die Partei nach sich zu benennen. Erinnern Sie sich an „Aufstehen“? Das ist noch gar nicht lange her. Aber die Aufregung hat sich längst wieder gelegt. Zur Erinnerung: Das war auch ein Wagenknecht-Projekt. Erinnern Sie sich an Schill? Halt: Der war von der anderen politischen Seite. Oder doch nicht? Egal. Jedenfalls ist der auch wieder von der Bühne verschwunden. Auch wenn er damals die Situation genutzt hat und in die Hamburger Bürgerschaft eingezogen ist. Ja. Nun dürfte auch Wagenknecht aktuell gute Chancen haben, erste Erfolge zu erzielen. Die Situation ist günstig, die Verzweiflung groß. Die Krisen sind es auch. Und Probleme benennen, das kann Wagenknecht gut. Trotzdem. Kein Grund zur Panik. Langfristig nicht einmal für die Linke. Auch wenn es sie erst mal hart treffen dürfte. Vor allem bei den nächsten Wahlen im Osten. Den Grünen hat der Austritt Ditfurths langfristig eher gut getan. Und keine Panik für Thüringen. Auch wenn eine Liste Wagenknecht nächstes Jahr in den Landtag einziehen würde. Die Mehrheitsverhältnisse sind auch so – mit der starken AfD - schwierig. Sodass sich Linke und CDU arrangieren müssen. Und wenn Wagenknechts unbekannte Truppe wirklich so stark werden sollte, wie Umfragen jetzt warnen. Dann soll sie es halt versuchen. Mit Höcke. Viel Spaß! Ich mache sowieso bald den Kerkeling. Erinnern Sie sich?