Nach vielen Monaten des Leerstands hatte die Stadt Meiningen nach längeren Verhandlungen mit dem Immobilieneigentümer eine ziemlich unkonventionelle Lösung für ihr „erstes Haus am Platze“, den Sächsischen Hof, gefunden. Der Besitzer selbst beabsichtigte bis auf Weiteres keine eigene gastgewerbliche Nutzung des Hauses mit zwei Restaurants, einem Café, einem Biergarten (im benachbarten Wasserwerk) und 40 Hotelzimmern wieder anzukurbeln, nachdem der Sächser in der Pandemie geschlossen worden war. Doch die repräsentative Lokalität, einen Steinwurf nur vom Theater entfernt, fehlte in der Kultur- und Tourismusbranche vorne und hinten. Die einvernehmliche, wenn auch höchst ungewöhnliche Lösung sah so aus, dass die Stadt selbst zum Hauptpächter wurde, weil der Eigentümer keinen anderen Partner akzeptierte. Das Ganze für fünf Jahre mit einer Option auf weitere fünf Jahre. Die Stadt ihrerseits suchte einen Betreiber für den Sächser und fand ihn in der Meininger Gastronomin Kerstin Kellermann. Nach einigen Reparaturen, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten standen Restaurants und Hotel damit ab April/Mai 2023 endlich wieder zur Verfügung. Zimmerreservierungen und Feierbestellungen ließen auch nicht lang auf sich warten.