Sachsen-Anhalt Verdi setzt Warnstreiks im Einzelhandel fort

Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild/dpa

Mit Versammlungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag ihre Warnstreikaktionen im Tarifkonflikt des Einzelhandels in den beiden Ländern sowie Sachsen fortgesetzt. Im Thüringens Landeshauptstadt Erfurt nahmen rund 200 Beschäftigte aus 11 verschiedenen Märkten an einer Demonstration teil, wie Matthias Adorf, Fachsekretär Handel bei Verdi in Thüringen sagte.

Erfurt/Seeburg - Mit Versammlungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag ihre Warnstreikaktionen im Tarifkonflikt des Einzelhandels in den beiden Ländern sowie Sachsen fortgesetzt. Im Thüringens Landeshauptstadt Erfurt nahmen rund 200 Beschäftigte aus 11 verschiedenen Märkten an einer Demonstration teil, wie Matthias Adorf, Fachsekretär Handel bei Verdi in Thüringen sagte. In Seeburg am Süßen See in Sachsen-Anhalt kamen zudem 60 Beschäftigte aus dem Bundesland zu einer Kundgebung zusammen.

"Die Beteiligung an unseren Aktionen ist hoch, die Leute sind gewillt, ihre Forderungen durchzusetzen", sagte Adorf. Nach Erfurt waren seinen Angaben zufolge auch Einzelhandelsbeschäftigte aus Süd- und Ostthüringen angereist. "Wir haben die nötige Ausdauer, um die derzeit zäh laufende Tarifrunde zu Ende zu bringen", zeigte er sich zuversichtlich. "Unsere Strategie, an unterschiedlichen Orten zu streiken, geht auf", fügte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago hinzu.

Am 28. Juli steigt die dritte Verhandlungsrunde für die 280.000 Beschäftigten der Branche in den drei Ländern in Leipzig. Verdi verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde Ende Juni einen Dreijahresabschluss angeboten und für das erste Jahr nach zwei Nullmonaten 2 Prozent, für das zweite Jahr 1,4 Prozent und für das dritte Jahr 2 Prozent. Für Unternehmen, die von der Pandemie betroffen waren, sollen die Erhöhungen je zehn Monate beziehungsweise sechs Monate später gezahlt werden. Eine solche Differenzierung lehnt die Gewerkschaft ab.

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