Ruppberg ganz im Trend Eine Fernbedienung als Lösung

Harry Walther (rechts) erklärt den Vereinsmitgliedern die neue Technik. Foto: Ruppbergverein

Energiesparen waren nie so gefragt wie gerade. Schon vor der Krise war dies bereits wichtiges Thema für die Mitglieder des Ruppbergvereins. Um zu sparen, haben sie erst einmal investiert.

Es ist schon eine ganz besondere Lage, die sich Zella-Mehliser Bürger einst für die Errichtung der Ruppberghütte ausgesucht haben. Um in dieser Lage aber auch ein Betreiben zu garantieren, brauchte es schon auch besondere Lösungen. Ein Aggregat etwa, das an der Talstation des Versorgungsliftes errichtet worden ist und dort seit Jahr und Tag vor sich hin ratterte, wenn die Mitglieder des Ruppbergvereins ihren Aufstieg zum Wochenenddienst auf dem Berg antraten. Auf dem Weg hinauf wurde es stets in Gang gesetzt und mit Ende des Dienstes, zum Abstieg, wieder ausgeschaltet. Während dieser Zeit lief es Tag und Nacht durch und verbrauchte unnötig Heizöl. Damit ist jetzt Schluss. Denn schon lange kursierten im Verein Überlegungen, wie dieser Zustand geändert werden könnte. Um die Laufzeiten des Aggregates in den Stunden zu verkürzen, in denen es gar nicht gebraucht wird – nachts etwa oder während der sich übers Jahr gerechnet läppernden Auf- und Abstiege – haben sie nun erst einmal investiert. Und zwar in eine Fernbedienung und die technische Umrüstung dazu.

„Wir haben nun tatsächlich seit Mitte August eine Funkfernbedienung, mit der wir vom Berg aus das Aggregat an der Talstation an- und ausschalten können“, freut sich Vereinsvorsitzende Kerstin Blüm. Dafür gab es für die Vereinsmitglieder auch eine entsprechende Einweisung. „Harry Walther, unser technischer Leiter im Verein, ist zum Glück sehr pfiffig und hat super mit André Langenhan und Heinrich Barthelmes zusammengearbeitet, die sich um eine elektronische Aufrüstung gekümmert haben“, sagt sie weiter. Auch, dass die Eskalation in der Ukraine und die damit einhergehende Energiekrise das Vorhaben noch einmal in der Dringlichkeit befeuert hat. Rund 30 bis 40 Prozent Einsparung an Heizöl erhoffen sich die Vereinsmitglieder durch die Umrüstung, in die sie 2500 Euro investierten. Zweimal jährlich erhält der Tank für das Aggregat eine Befüllung mit jeweils 400 Litern Heizöl. Insgesamt um die 300 Liter weniger Verbrauch machen sich da schon ganz gut bemerkbar. Nicht allein von der Menge her, sondern auch vom Preis, wobei der Liter derzeit bei 1,70 Euro steht.

Großes Interesse an der Optimierung

Darüber hinaus ist man auf dem Ruppberg generell daran interessiert, Einsparungen zu erzielen, um Verbräuche weiter zu optimieren. Bezüglich der Leuchtmittel ist man laut Kerstin Blüm längst im Sparmodus unterwegs. Das Frischwasser für die Hütte wird aus einer Quelle gespeist, die jedoch in diesem Sommer – so wie auch im Jahr 2020 schon einmal – trocken gefallen ist. In der Regel befüllt die Quelle drei Tanks, die ebenfalls an der Talstation des Versorgungsliftes stehen. Dank eines folgenden Einsatzes der Feuerwehr konnten diese wieder aufgefüllt werden, um den Weiterbetrieb der Ruppberghütte nicht zu gefährden.

Mit dem Wasser vom Dach

Für die Toilettenspülung wird dort das Wasser einer Zisterne vor Ort genutzt, die seit Jahren schon über das Dach der Hütte mit Regenwasser gespeist wird. Regelmäßiges Reinigen der Zuleitung von Nadeln und Laubresten sichert hier die höchste Wassersicherheit, die verschmutzte und damit im Querschnitt wesentlich dünnere Leitungen nicht ergeben würden.

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