Testungen gestartet Massentests im Corona-Hotspot Hildburghausen gestartet

Im Corona-Hotspot Hildburghausen haben am Dienstag freiwillige Massentests von Kindergarten- und Schulkindern sowie Erziehern begonnen.

Hildburghausen - Sie sollen nach Angaben des Landratsamtes ermöglichen, dass Schulen und Kindergärten, die wegen des explosionsartigen Anstiegs der Corona-Infektionen am 25. November geschlossen worden waren, wieder öffnen können. Als erste beteiligten sich Mädchen und Jungen der Kita «Werraspatzen» in der Stadt Hildburghausen sowie Bürgermeister Tilo Kummer (Linke) an den Schnelltests. Der Start der Testungen verzögerte sich allerdings um etwa eine Stunde.

Damit haben erstmals Kindergarten- und Schulkinder sowie ihre Erzieher einer gesamten Region die Möglichkeit, sich auf das Coronavirus untersuchen zu lassen.

Nach einer in der Nacht zu Dienstag veröffentlichten neuen Verordnung des Kreises laufen die Tests bis zum 4. Dezember. Kindergärten und Schulen, an denen es Schnelltests gab, können Kinder und Jugendliche mit negativem Ergebnis am Folgetag wieder betreuen. Unabhängig davon sollen alle Schulen des Kreises am 14. Dezember wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen, heißt es in der Verordnung.

Nach Angaben des Landratsamtes Hildburghausen können sich etwa 8000 Kita- und Schulkinder sowie etwa 1000 Pädagogen und andere Mitarbeiter der Bildungseinrichtungen freiwillig testen lassen. Dafür seien die Voraussetzungen geschaffen.

Bürgermeister: Test auch mit wenigen Teilnehmern sinnvoll

Zum Beginn der Corona-Massentests für Kinder und Pädagogen im Landkreis Hildburghausen hat der Bürgermeister der Kreisstadt, Tilo Kummer (Linke), die Aktion gerechtfertigt. Die Tests seien auch dann wichtig und richtig, wenn nur ein Teil der Kinder in der Region mit hohen Infektionswerten untersucht werde, sagte Kummer am Dienstag in Hildburghausen. «Wir werden dann sehen, wie hoch der Anteil der Tests ist, die positiv ausfallen.» Das werde helfen, der umstrittenen Frage nachzugehen, ob Kindergärten und Schulen ein Treiber der Corona-Pandemie seien.

Bislang ist unklar, wie viele Kinder bei der bisher einmaligen Aktion freiwillig getestet werden. Kummer sagte, von den etwa 250 Kindern, die in der Stadt eine kommunale Kita besuchten, seien bisher 89 zum Test angemeldet worden.

Der Kreis Hildburghausen an der Landesgrenze zu Bayern war tagelang die Region in Deutschland mit der höchsten Inzidenz mit bis zu 630 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen. Am Dienstag ging der Wert weiter zurück und lag bei 519.

 

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