Publikumsrenner: Als erste Premiere des Jahres kommt am 20. Januar 2024 „Good Bye, Lenin!“ auf die Bühne des Großen Hauses und komplettiert die Erfolgs-Ost-Trilogie mit dem Tamara-Danz-Abend „Asyl im Paradies“ und der Komödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“. Ein Volkspolizei-Barkas, DDR-Beflaggung und Einlasskontrollen sorgen für Aufsehen. Ausgezeichnet: Am 29. Januar wird Intendant und Operndirektor Jens Neundorff von Enzberg bei den „Oper! Awards 2024“ im Opernhaus Amsterdam für „Ivan IV“ für die „Beste Wiederentdeckung“ gewürdigt. Die Bizet-Ausgrabung lockte 2023 Journalisten aus ganz Deutschland nach Meiningen. Wie im Märchen: Am 3. und 4. Februar lädt das Staatstheater Meiningen zu zwei ausverkauften Bühnenbällen. Stargast ist die Kabarettistin Gisa Flake, die klug und schlagfertig an beiden Abenden durch die Gala führt. Uraufführung: Ibsens „Gespenster“ gibt es nun auch als Oper – ein Auftragswerk des Staatstheaters Meiningen an den norwegischen Komponisten Torstein Aagaard-Nilsen. Premiere ist am 23. Februar – mit vierjähriger pandemiebedingter Verspätung. Geschenk: Die Meininger Theaterfreunde ermöglichen für Hunderte Kinder den kostenfreien Vorstellungsbesuch der Puppenspiel-Inszenierung „Tritratrulla, die Polizei ist auch schon da“. Ausbildungspreis: Das Staatstheater ist Ausbildungsbetrieb in verschiedenen Gewerken – und das sehr erfolgreich. Am 15. April prämierte die Handwerkskammer Südthüringen das Haus mit dem Ausbildungspreis „Stift 2023“ für den Ausbildungsberuf Maßschneiderin, Schwerpunkt Herren. Förderpreis: Der Ulrich-Burkhardt-Förderpreis für junge Künstler der Theaterfreunde wird Ende April an die Schauspielerin Emma Suthe verliehen. Mörderisch gut: Mit „Ein Mord wird angekündigt“ bringt das Puppentheater des Staatstheaters Meiningen erstmals ein Kriminalstück für Erwachsene auf die Bühne – zunächst ab 20. April im Rautenkranz, 2025 dann auch in den Kammerspielen. Vorgeschmack auf Georg-Jubiläumsjahr: Im Mai zeigt das Schauspiel im Marmorsaal von Schloss Elisabethenburg zu Ehren der Meininger Gastspieltätigkeit und deren Jubiläum eine semiszenische Lesung. „Unterwegs“ verbindet die Geschichte der Reisen und der Mitreisenden geschickt mit Ausschnitten aus dem ersten und letzten Gastspiel. Prominent: „Malerfürst“ Markus Lüpertz ist zurück in Meiningen. Er hat Bühnenbild und Kostüme für die Oper „Una cosa rara“ geschaffen (Premiere: 31. Mai). Es ist der Auftakt zu einer Trilogie mit bekannten Bildenden Künstlern, die in Meiningen Opern verantworten werden. Das besondere Gespräch: Kein Platz ist mehr frei im Foyer als ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann am 6. Juni in der Reihe „Das besondere Gespräch“ von ihrer Arbeit in Tel Aviv berichtet. Ungewöhnliche Perspektive: Zur letzten Premiere der Spielzeit am 14. Juni, „Amadeus“, nehmen die Zuschauer auf der Bühne im Großen Haus Platz. Den alten Salieri, den Widersacher Mozarts, spielt „Tatort“-Star Jürgen Hartmann. Abschied im Park: An zwei ausverkauften Konzertabenden im Schlosspark mit insgesamt 3000 Besuchern verabschiedet sich das Staatstheater am 6. und 7. Juli in die Sommerpause. Auf der Bühne präsentieren die Hofkapelle und Solisten mit „Symphonic Pops II“ die Hits der 70er- und 80er-Jahre. Spielzeitbilanz: 156 000 Besucher sehen in der kurzen Spielzeit 2023/2024 die 532 Vorstellungen des Staatstheaters Meiningen und bescheren dem Haus eine imposante Auslastung von 85,5 Prozent. Zum Vergleich: Die letzte Vor-Pandemie-Spielzeit 2018/2019 hatte eine Auslastung von 80 Prozent. Das Junge Staatstheater begrüßte zu seinen 265 Vorstellungen rund 38 000 Besucher – eine Auslastung von 94,8 Prozent. Beliebt: 2936 Kulturinteressierte nahmen in der Spielzeit an Führungen durch das Theater teil. Die Nachfrage nach Führungen übersteigt bei Weitem die Kapazitäten für diese. Sanierung: Wenn das Theater in die Sommerferien geht, kommen die Handwerker. Drei große Sanierungsprojekte standen für die Spielzeitpause 2024 an. Neben Kälteanlage und Lüftung im Großen Haus hat der hintere Erweiterungsbau mit der großen Probebühne (ehemals „Gerogi’s Off“) Sanierungsbedarf. Nachwuchsarbeit: Mit der Spielzeit 2024/2025 wird der Bereich Junges Staatstheaters mit zwei zusätzlichen Stellen weiter gestärkt. Ein Theaterpädagoge und ein Schauspieler sind neu im Team. Eröffnung: Ausnahmsweise bereits zwei Tage vor dem Theaterfest öffnet sich am 6. September der Vorhang für die Premiere von Verdis „Don Carlos“. Regie, Bühne und Kostüme verantwortet Altmeister Achim Freyer. Erneut trifft bildende Kunst auf Oper. Auftakt: Das Staatstheater Meiningen meldet sich am 8. September mit einem großen Theaterfest zurück aus der Spielzeitpause. Ein paar Tage zuvor konnte Intendant Jens Neundorff von Enzberg nicht nur zahlreiche Betriebsjubilare würdigen, sondern auch viele neue Kollegen begrüßen, darunter den neuen 1. Kapellmeister Kens Lui. Uraufführung: Das Schauspiel des Staatstheaters Meiningen eröffnet sein Programm der Spielzeit 2024/2025 im Großen Haus mit Anna Gmeyners Gerichtsdrama „Ende einer Verhandlung“. Prominenter Gast ist erneut Jürgen Hartmann, diesmal in der Rolle des Mr. Smith. Furore: Am 25. Oktober blickt die Theaterwelt nach Meiningen, als Ethyl Smiths Oper „The Wreckers“ erstmals in der Urfassung auf Deutsch zur erleben war. Das zahlreich anwesende überregionale Feuilleton zeigt sich begeistert von der Meininger Hofkapelle unter GMD Killian Farrell, den Solisten sowie der viel gelobten Arbeit des Opernchores. Jubiläum: Seit 2004 ermuntert die Meininger Theaterstiftung dazu, für das Theater „stiften zu gehen“. Mehr als 250 000 Euro Stiftungskapital sind bereits durch Zustiftungen zustande gekommen, der Zins wird jährlich an das Theater ausgeschüttet. 20 Jahre Bürgerengagement für die Kultur – das wurde am 20. Oktober mit einem Foyerkonzert gewürdigt. Inszenierung des Jahres: Die Auszeichnung der Meininger TheaterFreunde für die Inszenierung des Jahres der Spielzeit 2023/24 geht Ende Oktober an die Regisseurin Henriette Hörnigk für „Amadeus“. Premiere: Theater mit Audiodeskription: Zum Weihnachtsmärchen „Der Lebkuchenmann“ bietet das Staatstheater am 17. November und 7. Dezember erstmals eine Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Gäste an. Vor Stückbeginn gibt es eine Tastführung. Publikumsrenner: Das Jahr 2024 endet, wie es begonnen hat: mit einem Publikumsrenner. Das Musical „Jekyll & Hyde“ hat am 6. Dezember Premiere und ist kurz darauf nahezu ausverkauft bis Spielzeitende.