Suhl Rotary erstmals mit Frau an der Spitze

Zum ersten mal werden die Suhler Rotarier von einer Präsidentin geführt. Der Club will nach der Coronakrise mit Aktivität und Ausdauer durchstarten.

Übergabe: Die neue Suhler Rotary-Präsidentin Katrin Büttner nimmt das Zepter von Amtsvorgänger Heribert Krebs entgegen. Foto: er

Suhl - Die Corona-Krise bringt Hindernisse und Herausforderungen, aber zugleich mehr Tempo und Gelegenheiten für den Wandel: Ganz in diesem Sinne ist der Rotary-Club Suhl/Zella-Mehlis in seine neue Saison gestartet – was bei den Rotariern traditionell im Sommer mit dem Stabwechsel an der Spitze geschieht. Jedes Jahr frischer Wind Dieses eherne Rotationsprinzip unter den Mitgliedern hat den Rotariern sogar ihren Namen gegeben.

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Katrin Büttner heißt die neue Präsidentin. Die Steuerberaterin aus Suhl ist die erste Frau auf diesem Posten, seit sich die Suhler Sektion des weltumspannenden Rotary-Netzwerks im Jahr 1992 gegründet hatte. Erstmals weiblich besetzt ist auch die Position des Governors, wie die Rotarier ihre Regionalpräsidenten nennen. Und so arbeiten nun mit Gouverneurin Daniela Singer aus der Fränkschen Schweiz und Karin Büttner aus dem Thüringer Wald gleich zwei Frauen an der örtlichen Umsetzung des weltweiten Saison-Mottos der Rotarier: „Serve to change life“.

Dienen, um das Leben zu verändern: Das war auch das Anliegen des scheidenden Suhler Rotary-Präsidenten Heribert Krebs. Der hatte wie so viele Vereinschefs mit den Folgen des Corona-Lockdowns zu kämpfen, vieles kam nicht wie geplant zum Zuge, persönliche Treffen waren nur selten möglich. So liegt das Projekt „Kulturfenster“, mit dem die Rotarier einkommensschwachen Bürgern der Region Zugang zu Kultur-Events verschaffen wollen, immer noch auf Eis. Der Clubvorstand hofft, dass mit dem Neustart der Kultur auch diese Idee sozialer Eintrittskarten wieder auf die Tagesordnung kommt. Immerhin profitiert in dieser Badesaison das Schwimmbad Goldlauter von einer Rotary-Spende, und der jährliche Beitrag zur internationalen Polio-Kampagne – der erfolgreichsten Aktion von Rotary – ist für die Suhler ohnehin selbstverständlich

Getragen vom neuen Schwung der Nach-Corona-Zeit und mit einem strategischen Fahrplan will nun Krebs’ Nachfolgerin Katrin Büttner dem Club ein jüngeres und vielfältigeres Profil verschaffen – und damit auch in das Leben der Region mehr als bisher hineinwirken. Von einem „bunten Strauß an Mitgliedern“ sprach sie bei der Amtsübergabe und lud alle Rotarier ein, an den „endlosen Möglichkeiten“ mitzuwirken, die dieser Club aus sozial engagierten, beruflich an verantwortungsvoller Stelle tätigen Bürgern bietet.

In der sportlichen Ausdauer liegt dann bei aller Rotation wiederum auch Kontinuität: Büttner läuft wie ihr Vorgänger Krebs Langstrecke.