Röthengrund Verein investiert Preisgeld in Technik und Hallenmiete

Die vier Vorstandsmitglieder des Vereins Jungdohütte bei der Preisverleihung: Holm Wenzel, Christoph Richter, Petra Pfeiffer und Silke Dahley (von links). Foto: //Christiane Claus

Der Verein Jungdohütte im Röthengrund hatte für den 2. Platz beim Thüringer Naturschutzpreis 3000 Euro bekommen.

„Geld können wir immer gut gebrauchen“, sagt Holm Wenzel, der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Jungdohütte im Röthengrund. Da kam das Preisgeld für den zweiten Platz bei der Verleihung des Thüringer Naturschutzpreises am 13. September im Wüsten- und Urwaldhaus Danakil im Egapark Erfurt gerade Recht.

Der Verein engagiert sich seit den 90er Jahren für den Erhalt von Bergwiesen, Feuchtwiesen und Niedermooren rund um Sonneberg: vor allem im Naturschutz- und FFH-Gebiet Röthengrund, das unterhalb der Hämmerer Ebene bei Mengersgereuth-Hämmern liegt.

Regelmäßig werden Pflegeeinsätze organisiert, um den offenen Charakter der artenreichen Wiesen und Moore zu erhalten. Diese Landschaftspflege ist ohne Technik nicht machbar. Deshalb unterhält der Verein mehrere Gebirgsrasenmäher, einen geländegängigen Gebirgstraktor, eine Heupresse sowie ein Geländefahrzeug samt Hänger. Fuhrpark und Pflegetechnik müssen während des Winters untergestellt werden. „Dazu brauchen wir etwas mehr als eine kleine Garage“, sagt Vereinschef Holm Wenzel. Der Verein habe kostengünstig eine kleine Halle für acht Monate anmieten können, zu einer Monatsmiete von 100 Euro. Da komme trotz der günstigen Monatsmiete schon eine große Summe zusammen, so der Vereinschef.

Für die beiden älteren Gebirgsrasenmäher (Balkenmäher mit Doppelmesser) müssen seinen Worten zufolge dringend Ersatzmesser angeschafft werden. Im Sommer erst habe der Verein für den neueren Gebirgsrasenmäher einen neuen Messersatz angeschafft. Die Kosten dafür beliefen sich bereits auf 700 Euro. Holm Wenzel schätzt, dass aufgrund der enormen Preissteigerungen bei Stahl ein Messersatz für die älteren Pflegegeräte bis zu 1000 Euro kosten können. Dann sei das Preisgeld für dringende Anschaffungen nahezu aufgebraucht.

Der Verein Jungdohütte war ausgezeichnet worden, weil er im Röthengrund einen einen Verbund von Wiesen auf einer Länge von sieben Kilometern hergestellt hatte.

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