Rodel-WM Bach lobt Oberhof: „Metropole des Wintersports“

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Der IOC-Präsident beobachtet zwei Tage lang die WM in Oberhof. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges hat er zudem ein Szenario für die Olympischen Spiele aufgezeigt.

Zu Gast in Oberhof: IOC-Präsident Thomas Bach. Foto: IMAGO//Eric Dubost

IOC-Präsident Thomas Bach hat sich zu Beginn seiner zweitägigen WM-Visite als bekennender Oberhof-Fan: „Oberhof ist gerade die Metropole des Wintersports. Zwei Weltmeisterschaften binnen so kurzer Zeit an einem Ort hat es wohl noch nie gegeben.“ Nachdem Bach am Freitag die Siegerehrungen mit durchführte, will er sich am Samstag die Wettkämpfe und die Sportstätten anschauen.

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Am Rande der WM erklärte Bach zudem, dass er einer Rückkehr russischer Sportlerinnen und Sportler in den Weltsport offen gegenübersteht. Es entspreche „nicht den Werten und der Mission der olympischen Charta, Athleten aufgrund ihres Passes auszuschließen“, sagte er. „Möglicherweise“, so Bach, könnten „russische und belarussische Sportler unter neutraler Flagge“ bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris starten.

Die Mission des Internationalen Olympischen Komitees sei es, „alle Athleten aus der ganzen Welt zusammenzubringen, das ist ja das besondere Zeichen von Olympia“, sagte Bach. Ein dadurch drohender Boykott der Ukraine, den Sportminister Wadym Hutzajt bei Facebook angedroht hatte, sei in diesem Fall „nicht in Einklang mit unserer Mission. Wir kennen die Auffassung der Ukraine, die Russland nicht nur als Staat isolieren will, sondern die totale Isolierung aller Russen verfolgt“, so der 69-Jährige. Bach betonte mehrfach die „dreiteiligen Prinzipien“ im Umgang mit dem Thema Ukraine. Die Sanktionen gegen Russland (keine Identifikation, keine internationalen Wettbewerbe auf russischem Boden, keine Einladung für Regierungsvertreter) sollen aufrecht erhalten werden.