Viele der vom kulinarischen Angebot gesättigten Gäste fingen an zu „Bumblebee Blues“, „I’m in the mood“, „Catfisch“ oder „Long Distance Call“ zu tanzen. Die Band, die zunächst als Ersatz für eine andere Band antrat, erwies sich als Volltreffer für die gesamte Veranstaltung.
Mit der Rocky-Tuareg-Show-Band „Grombira“ (Kartoffel-Rock) aus Würzburg kam es in der zweiten Nacht zu einem ebenso interessanten Experiment des Crossover wie am Freitagabend mit „Flinkfingro“. Technisch großartige Musiker aus Würzburg, die in arabisch-europäischem Outfit und mit orientalischen Instrumenten (Saz, Oud, Sitar, Handtrommel, Bass und Schlagzeug) und Klängen einen Sound kreieren, der Vibrationen mitten im Solar Plexus erzeugt und dem sich niemand entziehen kann.
Wie im Rausch oder in Trance tanzten immer mehr Besucher vor den Derwischen der Weltmusik um Initiator und Leader „sheyk rAleph“, der durch seine echte Leidenschaft und sein unbeirrbares Engagement überzeugt. Mit jeder Menge Humor und Hitze ging es durch alle Kulturen. Sie führten in westliche Tanzlokale wie in die Kasbah oder die nächtliche Sahara. Alle Songs waren tanzbar, auch wenn sie Genre-Grenzen überschritten.
Wäre es nicht fränkisch kalt geworden, hätte man märchenhaft unter Sternen träumen können. Ein orientalischer Traum im Wadi Döhlau beendete dieses neuartige und begeisternde Festival, danach konnte eigentlich nichts mehr kommen. Aber natürlich hatte Micha mit seinen Musikern das letzte Wort und den ausklingenden Ton bereit.