Roadmovie Kultfilm "Priscilla" soll Sequel bekommen

Schauspieler Guy Pearce ist beim Sequel von "Priscilla" mit dabei. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Vor 30 Jahren begeisterte der australische LGBT-Kultfilm «Priscilla - Königin der Wüste» Menschen in aller Welt. Jetzt soll das schrille Roadmovie ein Sequel bekommen - samt Original-Cast.

 
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Sydney - Ein kunterbunter Bus mit zwei Drag Queens und einem alternden Transsexuellen an Bord: Vor 30 Jahren startete die australische Tragikomödie "Priscilla – Königin der Wüste" ihren Siegeszug um die Welt - und ist vielen bis heute unvergessen. Jetzt soll der Kultfilm unter der Regie von Stephan Elliott eine Fortsetzung bekommen. Besonders schön: Der Cast von damals mit Guy Pearce, Hugo Weaving und Terence Stamp in den Hauptrollen ist wieder mit dabei, wie das Filmmagazin "Deadline" unter Berufung auf den Filmemacher berichtete.

"Ich wiederhole mich nicht, wir werden mit dem neuen Film in Australien beginnen, aber meine Güte, wir werden eine Höllenreise unternehmen", verriet Elliott vor wenigen Tagen. "Die Originalbesetzung ist an Bord, ich habe ein Drehbuch, das allen gefällt, wir arbeiten immer noch an Deals - aber es passiert wirklich."

Exzentrisches Trio tourt im Outback

"The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert", wie der Film im Original heißt, feierte 1994 auf dem Filmfestival von Cannes Premiere. Schnell eroberte die Produktion die Herzen von Filmfans in aller Welt und wurde zum Überraschungshit. Das exzentrische Trio Bernadette, Mitzi und Felicia aus Sydney nimmt dabei ein Angebot an, in einem Casino in Alice Springs im Zentrum Australiens ihre Drag-Show aufzuführen. Mit einem auf den Namen Priscilla getauften Bus unternehmen sie eine Tour quer durch das Outback - und treffen dabei mit ihren farbenfrohen Kostümen und ihrem provokanten Auftreten ebenso auf spießige Kleinstadtbewohner wie auf fröhliche Aborigines. 

Mit seiner positiven Darstellung von LGBT-Charakteren eroberte "Priscilla" das Publikum im Sturm. Kostümdesigner Tim Chappel erhielt 1995 den Oscar für seine schrillen Glitter-Kreationen. "Ich bekomme noch immer E-Mails von jungen Leuten und jungen Homosexuellen aus anderen Ländern, die sagen, der Film habe ihnen die Welt eröffnet und ihnen das Gefühl gegeben, frei zu sein", sagte er dem Sender ABC.

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