Rhönblick – Ungarn Diese Botschaft geht auch durch den Magen

Gäste und Gastgeber vor dem Kulturhaus Bettenhausen. Foto: Christoph Friedrich

Die Beziehungen der Rhönblick-Gemeinde nach Egervar in Ungarn bestehen schon seit vielen Jahren. Jetzt waren Ungarn hier zu Gast, um Deutschland und insbesondere die Rhön und den Landkreis Schmalkalden-Meiningen als Teil von Europa zu erleben.

Aus dem „Ungarnverein“ ist der Verein „Rhönblick in Europa“ geworden. Er zählt 26 Mitglieder unter dem Vorsitz von Christoph Friedrich. Nach einer Corona-Unterbrechung waren die Rhöner im vergangenen Jahr wieder in Egervar – zu der Region bestehen schon seit vielen Jahren freundschaftliche Kontakte. Nun konnte die Rhönblickler erstmals auch die Ungarn wieder bei sich begrüßen. Ein ganzer Reisebus voller Gäste war am vergangenen Donnerstag in der Vorderen Rhön angekommen. Freundlich begrüßt und aufgenommen wurden diese von Gastfamilien in Seeba, Bettenhausen, Helmershausen, Geba, Wohlmuthauen und Gerthausen, aber auch im nun zu Meiningen gehörenden Herpf. „Viele junge Leute waren diesmal dabei, ebenso Kinder, aber auch gestandene Omas“, sagt Rhönblick-Bürgermeister Friedrich, der übrigens auch seinen Amtskollegen aus Egervar begrüßen durfte.

Für ein regionales Programm hatten sich die Gastgeber entschieden – aber das heißt ja nicht, dass es nicht spektakulär zugehen kann. So besuchte man in Oberhof die Sportstätten, übte sich im Biathlonschießen und vergab sogar Siegerlorbeeren. Eine Buspanne steckte man dabei locker weg und der nächste Höhepunkt wartete schon: eine Führung durch den Rennsteigtunnel. Wer kann schon von sich behaupten, zu Fuß vom Bahnhof Oberhof mal in den Autobahntunnel gelaufen zu sein? Die Ungarn und ihre Rhöner Begleitungen durften das bei einer Führung und schauten sich mit großem Interesse die Leitstelle und die Sicherheitssysteme zwischen den Tunnelröhren an.

Bei einem kleinen Backhausfest unter der Linde in Seeba verging der nächste Nachmittag wie im Fluge – den Vormittag hatten die Gäste mit ihren Familien verbracht, ebenso wie den darauffolgenden. Dabei sahen diese von Noahs Segel bis zur Sandsteinhöhle etliches – die hiesige Region von oben bis unten eben. Das Backhausfest in Seeba wurde zu einem geselligen Nachmittag, bei dem ein Geburtstagskind aus der ungarischen Delegation seine geschenkte Torte natürlich gern mit allen teilte, die die Leckerei auch mal versuchen wollten.

Gulasch als deutscher Koch-Beitrag

Gutes Essen sendete auch am Sonntag noch einmal eine „Botschaft“ aus der Rhön: Für das Abschluss-Mahl im Kulturhaus Bettenhausen hatten die Gastgeber alles selbst gekocht. Ein ordentliches Wildgulasch vom Rhöner Wildschwein gab es. Und auch beim Gegenbesuch von einigen Rhönern ab Mittwoch dieser Woche werden die Deutschen wieder kulinarisch Ehre einlegen, wie Bürgermeister Christoph Friedrich ankündigt: Da ist nämlich gerade das beliebte Kochfest auf dem Kellerberg in Egervar und es werden alle möglichen Gulasch-Varianten zubereitet. „Wir werden den deutschen Gulasch-Beitrag kochen“, so Christoph Friedrich, der sich dabei auch der Hilfe von Frank Thomas und von Familie Oertel von der Geba versichern kann.

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