Positiv ist nach wie vor die Altersstruktur in der Einsatzabteilung: Gut zwei Drittel aller Einsatzkräfte sind 40 und das Durchschnittsalter aller Einsatzkräfte liegt bei 37 Jahren. „Ohne Zweifel ein großer Verdienst unserer guten und kontinuierlichen Jugendarbeit, die auch zukünftig ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit sein muss“, sagte Tobias Marschall. Denn: Fast 15 Prozent der Einsatzkräfte werden in den nächsten Jahren 60 sein und dann aus dem aktiven Dienst ausscheiden.
In den Jugendfeuerwehren sind derzeit 76 Kinder und Jugendliche aktiv – damit hat der Rhönblick immer noch eine der größten Jugendfeuerwehren im Landkreis. „Jugendarbeit ist sehr zeitaufwändig und kostet Geld – aber es wäre falsch, an dieser Stelle zu sparen. Meine größte Hochachtung gilt all denen, die sich für die Ausbildung unserer Jugendfeuerwehren engagieren, denn sie leisten jedes Jahr noch zusätzlich unzählige Stunden Feuerwehrdienst“, sandte er ein Lob an diese Kameraden und Kameradinnen.
Zu den Alters- und Ehrenabteilungen zählen derzeit 63 Mitglieder. Somit kommt die Feuerwehr Rhönblick auf insgesamt 267 Mitglieder.
Alte Technik muss ersetzt werden
Für die Ortsteilwehr Helmershausen konnte Ende 2022 ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug als Ersatz gekauft werden. Dieses Fahrzeug soll in den nächsten Wochen noch modernisiert werden und dann mit ebenfalls neuer Ausrüstung in Dienst gestellt werden. Mit der bereits erwähnten Anschaffung von persönlicher Schutzausrüstung sei die Modernisierung in diesem Bereich vorerst abgeschlossen. In den nächsten Jahren müssen nun Stück für Stück Geräte und Einsatzausrüstungen in allen Ortsteilwehren ersetzt und modernisiert werden, sagt der Ortsbrandmeister. „Hier verwenden wir zum großen Teil noch Ausrüstung aus DDR-Beständen, die ein entsprechendes Alter haben und dem Stand der Technik nicht mehr entsprechen. Durch die Gerätewarte werden in den nächsten Monaten alle Bestände erfasst und geprüft, sodass wir anschließend im Wehrführerausschuss eine Prioritätenliste zur Neubeschaffung erarbeiten können.“
Auch bei den Einsatzfahrzeugen müsse in den nächsten Jahren investiert werden – etwa Ersatz für die Mannschaftstransportwagen in Bettenhausen und Helmershausen sowie das Kleinlöschfahrzeug in Hermannsfeld. Allerdings gebe es derzeit „horrende Preise und Lieferzeiten“.
Kein Kirchturmdenken
Aus Marschalls Sicht ist es für die Zukunft unerlässlich, Kontakte und Kooperationen auch außerhalb der eigenen Gemeinde auszubauen, um die Schlagkraft der Feuerwehren in der Region zu stärken: „Kirchturmdenken und Befindlichkeiten sind hierbei fehl am Platze.“
Die Krisen-Katastrophenvorsorge und der Bevölkerungsschutz auf kommunaler Ebene rückten angesichts der Weltlage wieder mehr in den Mittelpunkt, sagte Tobias Marschall. Auch für den Rhönblick suche man Lösungsansätze und arbeite an Notfallplänen. Die Resultate werde man in die Ausbildung einfließen lassen, um auf alles möglichst gut vorbereitet zu sein.
So stark ist die Rhönblick-Feuerwehr:
Es gibt sieben Ortsteilwehren in der Einheitsgemeinde. In diesen leisten derzeit 128 ehrenamtliche Einsatzkräfte, davon 18 weibliche, aktiven Feuerwehrdienst.
Darunter sind: drei Anwärter, 61 Truppmänner und -frauen, 47 Truppführer und -führerinnen, elf Gruppenführer, zwei Zugführer, vier Verbandsführer, 36 Atemschutzgeräteträger und -trägerinnen, 59 Maschinisten (davon 37 mit Führerscheinklasse >7,5 Tonnen), 89 Sprechfunker, 45 Motorkettensägenführer, sieben Gerätewarte