Rhabarber und Johannis Kräuterfest in Sitzendorf mit Kräuterwanderung

Kräuterfrau Monika Detelmann. Foto: privat

Im Schwarzatal geht es am 23. Juni um besonders gesunde Pflanzen. Man erfährt etwa, was Rhabarber für die Haare bringt.

 
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Das Sitzendorfer Kräuterfest findet am Sonntag, 23. Juni, wie letztes Jahr, auf dem Festplatz am Multifunktionsgebäude und Schwimmbad statt. Die Mitglieder des Brauchtumsvereins haben dieses Jahr gemäß der Jahreszeit wieder zwei interessante Heilpflanzen, den Rhabarber und das Johanniskraut, gewählt. Man möchten mit dem Kräutertag das alte Brauchtum der Kräuterheilkunde, deren Verwendung für den täglichen Bedarf, die zahlreichen Mythen, die es über Kräuter gib, berichten, wie Stephan Schneider, Vorsitzender des Brauchtumsverein Sitzendorf sagt.

Rhabarber

Die Rhabarberpflanzen sind Knöterichgewächse und werden in Garten- und medizinischen Rhabarber unterteilt. Die Blattstangen des Rhabarber können bis 24. Juni und der Wurzelstock kann nach fünf Jahren am besten im September/Oktober geerntet beziehungsweise verwendet werden. Er ist reich an Oxalsäure, Gerbstoffen, Vitamin B1, B2, Kalzium, Eisen, Pektin, Stärke. Rhabarber.

Der Rhabarber entgiftet den Darm, kräftigt die Haare, beseitigt Störungen bei der Verdauung, bindet Fette und die Tinktur wird auch in der Zahnmedizin angewendet. Im Haushalt wird er gern zum Backen verwendet, zu Marmeladen, Sirup, Saft, Likör, Chutney uvm., Die Rhabarberwurzel wird in Pulverform bei Sodbrennen und Darmbeschwerden verwendet.

Die Pflanze kommt ursprünglich aus dem Westen Chinas beziehungsweise dem Osten Tibets. 1739 wird sie erstmals in einem englischen Gärtnerwörterbuch erwähnt.

Johanniskraut

Das echte Johanniskraut ist eine einheimische Pflanze mit gelben sternförmigen Blüten. Sie ist nach St. Johannes dem Täufer benannt. Die Pflanze beginnt normalerweise um den 24. Juni, dem Johannistag, zu blühen. Sie enthält viele Wirkstoffe, die auf Botenstoffe im Gehirn, die die Stimmung regulieren und positiv beeinflussen können, wirken. Daher wird es am häufigsten bei Depressionen und Stimmungsschwankungen eingesetzt. Über die Wirksamkeit gibt es wissenschaftliche Belege.

Vielseitig verwendbar ist das Johanniskrautöl. Zur Herstellung verwendet man die Stängel, Blüten, Blütenblätter. Im Workshop im Festzelt zeigen und erklären die Olitätenkönigin Kathrin Lück und Kräuterfrau Monika Detelmann dazu genaueres. Johanniskraut wird zu Tee, Salbe und Öl verwendet. Johanniskrautöl ist ein Wundheilmittel. Es eignet sich zur Linderung von Nervenschmerzen, bei Beulen, Zerrungen und schmerzenden Gelenken. Schon in der Antike wurde es bei der Behandlung von Wunden verwendet.

Programm zum Kräutertag

Der Kräutertag beginnt als Einstimmung auf das Fest mit einer Kräuterwanderung geführt von Kräuterfrau Monika Detelmann über den Sommerberg und zurück zum Festplatz. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Kräuterbeet an der Schwarzapromenade (Teilnahme gegen einen kleinen Unkostenbeitrag). Hauptschwerpunkt der Kräuterwanderung ist das Erkennen und Bestimmen der Kräuter in der Natur und deren Anwendung für die Gesundheit und Verwendung in der Küche bei Speisen und Trank.

Nach anderthalb bis zwei Stunden geht es zurück zum Festplatz, wo Verpflegung lockt. Im Angebot sind neben einer Kräutersuppe, Kräuterbratwurst, Leberwurst- und Kräuterbutterbrot. Hausgebackener Kuchen bereichert das Angebot. Der kleine Backofen brennt.

13 Uhr Eröffnung

14 Uhr Kräuter-Workshop im Festzelt

15 Uhr Überraschung mit der Trachtengruppe Unterweißbach

16 Uhr Ausklang

Erwartet werden noch andere Gäste wie die Olitätenkönigin Kathrin Lück mit Naturprodukten, Imkerei, Porzellan-Kunstmalerei, Glasbläserei.

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