Es ist Heiligabend. Kalter Wind weht gegen 18 Uhr über Meiningens Straßen, die ab und zu von vorbeifahrenden Autos beleuchtet werden. Vereinzelt huschen Passanten mit großen Taschen in den Händen auf den Gehwegen vorbei, die wahrscheinlich auf dem Weg zur Familienfeier unterm Tannenbaum sind oder Freunde besuchen wollen. In der Meininger DRK-Rettungswache in der Neu-Ulmer Straße hält Catharina Schmalfuß die Stellung. Die 33-Jährige ist eine erfahrene Notfallsanitäterin und daran gewöhnt, arbeiten zu müssen, wenn andere feiern. „Das macht mir nichts aus. Das gehört in unserem Job dazu“, sagt die gebürtige Spreewälderin, die sich 2012 in Meiningen für den Rettungsdienst ausbilden ließ, sich in die Region verliebte und blieb.