Rettungsübung im Freibad Vacha Bergung mit gekonnten Griffen

Lutz Rommel
Am Beckenrand begann sofort die medizinische Hilfe für die Geretteten. Foto: Lutz Rommel

Rettungsschwimmerinnen zogen zwei Männer, die zu ertrinken drohten, aus dem Becken des Vachaer Freibades. Ein Ernstfall war es glücklicherweise nicht, sondern eine Übung bei laufendem Badebetrieb.

Im Vachaer Schwimmbad fand kürzlich eine Rettungsübung während des laufenden Badebetriebes statt. Sinn der Sache war es, eine Situation zu schaffen, wie sie in einem möglichen realen Ernstfall gegeben sein könnte. Dass die an der Übung beteiligten Aktiven dabei ein großes Publikum hatten, welches sich vom hohen Können der Retter überzeugen konnte, machte die Übung zu einem interessanten Spektakel zwischen kühlem Nass, tropischen Sommertemperaturen und aufkommendem Feierabend-Feeling.

Rettungsschwimmer Matthias Glawe, der täglich für die nötige Ordnung und Aufsicht im Schwimmbad sorgt, wollte ein Übungsszenario schaffen, das sehr wirklichkeitsnah ist. Die beiden Rettungsschwimmerinnen Florentine Kehr und Merle Warnatz hatten die Aufgabe, die vermeintlich ertrinkenden Badegäste (Dieter Nube, Torsten Kowald) im Becken zu retten, auf die gegenüberliegende Seite zu bringen und dort aus dem Wasser zu bergen.

Couragiert packten die beiden jungen Frauen die doch viel schwereren Opfer mit gekonnten Griffen und zogen sie an den Beckenrand. Dort wartete schon Matthias Glawe und leistete entsprechende Hilfe bei der Bergung.

Gleichzeitig koordinierte er von der Landseite aus die weitere Hilfe für die „Opfer“. Dabei bezog er die anwesenden Badegäste ein, die das schon angerückte dreiköpfige Team der DRK-Ortsgemeinschaft Vacha an die Unglücksstelle lotsten. Verena Semmler, Daniel Thüring und Tobias Schmidt übernahmen nun professionell die Weiterversorgung der verunfallten Personen und konnten letztlich Entwarnung geben.

Sehr zufrieden zeigte sich im Anschluss Schwimmaufsicht Glawe mit dem Gebotenen der Rettungsaktion. Es hat alles recht gut und schnell geklappt, ließ er erleichtert verlauten. „Dennoch sollten wir solche Aktionen wiederholt üben, damit die Automatismen perfekt sitzen“, meinte er. Schließlich könnte der Ernstfall täglich auf alle warten und darauf müsse man unbedingt vorbereitet sein.

Das DRK Vacha zeigte später noch das Anlegen von Verbänden und schminkte den Kindern täuschend echte Verletzungen an Kopf oder Bein.

Vertreter der Stadtverwaltung schauten ebenso interessiert zu wie Kontaktbereichsbeamter Steffen Mittelsdorf, der im Notfall für freie Bahn der Rettungskräfte hätte sorgen können.

 

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