Rettungshubschrauber im Einsatz Bodenwelle lässt Simson-Fahrt böse enden

Eine 15-Jährige stürzt bei Kaltennordheim mit ihrer Simson beim Abbiegen in einen Feldweg. Sie wird schwer verletzt. Auch ihre 14-jährige Mitfahrerin verletzt sich.

Rettungshubschrauber im Einsatz. (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa/DRF Luftrettung

Eine Bodenwelle, etwas Split auf dem Weg – und am Ende muss ein Rettungshubschrauber kommen. Bei Kaltennordheim ist am frühen Dienstagabend eine 15-jährige Mopedfahrerin mit ihrer Simson gestürzt und schwer verletzt worden.

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Nach Angaben der Landespolizeiinspektion Suhl war die Jugendliche mit einer 14-jährigen Mitfahrerin unterwegs. Sie fuhr auf der Landstraße aus Kaltenlengsfeld kommend in Richtung Kaltennordheim. Kurz vor dem Ortseingang wollte sie nach links in einen Feldweg abbiegen.

Dort wurde der jungen Fahrerin offenbar zum Verhängnis, was beim Mopedfahren schnell unterschätzt wird: unebener Untergrund. Wegen einer Bodenwelle und Split auf dem Weg verlor sie die Kontrolle über die Simson und stürzte.

Beide Mädchen verletzt

Die 15-Jährige wurde schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Ihre 14-jährige Mitfahrerin erlitt leichte Verletzungen.

Gerade bei Mopeds kommt es nicht nur darauf an, den Motor bedienen zu können. Leichte Maschinen reagieren empfindlich auf lose Steine, Spurrillen, Kanten und Bodenwellen.

Wer dann beim Abbiegen zu schnell, zu eng oder zu unsicher unterwegs ist, kann schnell die Kontrolle verlieren. Das gilt besonders auf Feldwegen und an Übergängen von Asphalt auf losen Untergrund.

Zweiräder reagieren empfindlich

Dass es bei einem Mopedsturz schnell heikel wird, ist kein Einzelfall. Erst im März war im Wartburgkreis eine 15-jährige Simson-Fahrerin bei einem Unfall schwer verletzt worden; auch dort kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz.

Im August 2025 wurden bei Zella-Mehlis ein junger Motorradfahrer und seine 17-jährige Mitfahrerin bei einem Sturz schwer verletzt.

Gerade leichte Zweiräder reagieren empfindlich auf das, was Autofahrer kaum spüren: Split, Bodenwellen, Spurrillen, nasse Stellen oder den Wechsel von Asphalt auf Feldweg.

Der ADAC rät Motorradfahrern unter anderem dazu, vor Kurven und Abbiegevorgängen rechtzeitig Tempo herauszunehmen, die Linie bewusst zu wählen und nicht erst in Schräglage hektisch zu bremsen oder zu lenken. Für Mopedfahrer gilt das im Kleinen genauso. Wer abbiegt, sollte also vorher langsam genug sein, den Untergrund lesen und besonders auf lose Steine achten.