Rennstreigride Zwei Doppelsieger – erst Bergsprint, dann Supermarathon

670 Teilnehmer erfreuen sich beim neunten Rennsteigride bester Bedingungen. Dennoch kommen die Organisatoren gehörig ins Schwitzen.

Strahlender Sonnenschein, weite Ausblicke von den Gipfeln des Thüringer Waldes und hunderte glückliche Gesichter im Zielbereich: Der 9. Rennsteigride mit Start und Ziel in Schmiedefeld zeigte sich am Samstag von seiner besten Seite.

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670 Mountainbiker aus ganz Deutschland gingen auf den verschiedenen Distanzen an den Start – ein beeindruckendes Teilnehmerfeld, das trotz herausfordernder Streckenbedingungen für ein sportlich wie emotional rundum gelungenes Event sorgte. Besonders erfreulich: Mit dem neuen JuniorRide wurde erstmals eine eigene Kategorie für den Nachwuchs eingeführt. Rund 50 junge Biker gingen unter den Augen ihrer aufgeregten Eltern an den Start und sorgten für besonders herzliche Momente – eine Investition in die sportliche Zukunft der Region, die schon jetzt als voller Erfolg gilt.

Das Feld am Bierfleck. Foto: Gerhard König

Auch die Veranstalter des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins wurden noch einmal auf die Probe gestellt. Über 120 Nachmeldungen sorgten für einen unerwartet großen Ansturm in letzter Minute. Damit alle Finisher ihre verdiente und begehrte Schiefermedaille erhalten konnten, wurde kurzerhand Nachschub organisiert – eine logistische Meisterleistung, die dem Anspruch des Events gerecht wurde.

Sportlich gesehen war einmal mehr der Halbmarathon über eine Runde das beliebteste Rennen und stellte mit Abstand das größte Teilnehmerfeld. Deutlich rückläufig hingegen zeigten sich die Starterzahlen auf den langen Kanten. Sowohl der Marathon als auch der Supermarathon verzeichneten im Vergleich zu den Vorjahren spürbare Einbußen – ein Hinweis auf die immense physische Belastung, die diese anspruchsvollen Strecken mit sich bringen.

Perfekte Organisation: Verpflegungsstelle am Adler. Foto: Gerhard König

Trotzdem konnten zwei altbekannte Gesichter ihre Klasse erneut unter Beweis stellen. Niklas Gathof setzte sich auf der Marathon-Distanz erneut souverän durch und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr. Auch Matthias Hesse triumphierte erneut auf dem Halbmarathon. Zum König und zur Königin des neunten Rennsteigrides kürten sich Marcus Ripperger in 4:44 Stunden und Cemile Trommer in 5:13 Minuten, die den Supermarathon über 100 km gewannen. Eindrucksvoll ist gleichfalls, dass beide am Abend vorher am Gaudirennen, dem Bergsprint über 1000 Länge mit 125 Höhenmetern, teilnahmen und dort ebenfalls triumphierten.

Die weiteren Siege gingen beim Marathon der Frauen an Juliana Becker in 3:51:46h h und im Halbmarathon der Frauen Kerstin Kühnlein in 2:04,36 h. Im BasicRide über 16 km setzte sich bei den Männern Christoph Lehman in 43:15 Minuten und Claudia Möller in 55:34 Minuten durch.

Der Rennsteigride war nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft. Die Kombination aus professioneller Organisation, landschaftlicher Schönheit und familiärer Atmosphäre macht das Event zu einem festen Termin im Kalender vieler MTB-Fans.