Rennsteiglauf Vom Ski aufs Rad

Mitten im Wald: Victoria Carl auf der Strecke nach Schmiedefeld. Foto: Christian Heilwagen

Eine Olympiasiegerin auf dem Voraus-Fahrrad: So etwas gibt es nicht alle Tage. Beim Rennsteiglauf tritt Victoria Carl in die Pedale.

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking fuhr sie der Konkurrenz im Februar auf Langlaufskiern davon, jetzt beim Supermarathon des 49. Rennsteiglaufes den Männern: Olympiasiegerin Victoria Carl aus Zella-Mehlis schwang sich in Eisenach auf das Mountainbike und begleitete den schnellsten Mann, den für Berlin startenden Friedrichrodaer Frank Merrbach, als Vorausfahrzeug bis ins Ziel nach Schmiedefeld – natürlich ohne Akku an Bord, also auf einem klassischen Drahtesel ohne elektrische Hilfsmittelchen.

Für die 26-Jährige war es das erste Mal, dass sie den Rennsteiglauf auf zwei Rädern mitmachte: „Aber ich bin gut vorbereitet, bin voll im Training und habe versucht, in der Vorbereitung ein paar mehr Rad-Kilometer zu machen.“ Einfach sei der Job nicht, sagt Carl: „Bergab darfst du nicht so schnell fahren und bergauf musst du ganz schön reintreten. Am schwersten war es den Inselsberg hoch.“ Doch die knapp 74 Kilometer zahlen sich aus, denn für jeden Kilometer geht ein Euro an das Kinderhospiz Tambach-Dietharz.

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