Rennsteig-Feuerwehr Diesmal waren „Gaffer“ willkommen

Norbert Kleinteich

Die Feuerwehr in Neuhaus am Rennweg hat mit einem Tag der offenen Tür für ihre Arbeit geworben. Gezeigt wurde auch ein dramatisches Unfallszenario und wie die Feuerwehr mit ihrer besonderen Technik Leben retten kann.

Gastgeber am vergangenen Samstag war die Feuerwehr Neuhaus, die zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Ab 14 Uhr herrschte buntes Treiben auf dem Real des Gerätehauses.

Zahlreiche Gäste der Feuerwehren des Wirkungsbereichs waren der Einladung gefolgt. Sommerliche Temperatur begleitete die Festlichkeit, auf die sich die Kameraden der Neuhäuser Feuerwehr bestens vorbereitet hatten. Somit sicherten sie die Verweildauer für Alt und Jung mit interessanten Informationen sowie einem ausreichenden Angebot für das leibliche Wohl.

Die Halle des Feuerwehrstützpunktes kam den Gästen zugute, um bei angenehmen Temperaturen Platz zu nehmen. Musik zur Unterhaltung sicherte Danny Zeitler am Mischpult und seine Frau Isabel vom Integrativen Awo-Kindergarten „Tausendfüssler“ mit den Kolleginnen Anna, Kathlen und Teresa schmückten die Gesichter beim Kinderschminken. Gerade für die Kids ist so ein Tag bei der Feuerwehr etwas Besonderes.

Während sich die Erwachsenen beispielsweise für die Technik und das Equipment interessieren, spielen die Kleinen gerne Feuerwehrmann oder -frau. Einmal im Feuerwehrauto sitzen oder hoch oben auf der Drehleiter über die Stadt und ins Weite zu sehen ist für sie das Größte. Zum Austoben ging es auf die Hüpfburg.

Diesmal gab es dank Jana Greiner-Adam und Oliver Bückreis auch ganz was Neues für die Kids: Ein selbstgebautes Labyrinth. Dieses war auf einer Platte aufgebaut, worin der Ball darin per Wasserstrahl mit einem Strahlrohr bewegt werden musste. Auch wenn es einmal die Erwachsenen versuchten, mussten diese anerkennen, dass das nicht so einfach war wie es aussah. Geschicklichkeit sorgte für Erfolg.

Der Tag der offenen Tür war freilich auch Gelegenheit, um eine Kostprobe von der Neuhäuser Einsatzabteilung zu geben. Am Beispiel eines gestellten Unfallszenariums zeigte die Einsatztruppe, wie mit Spreizer und Schere des hydraulischen Rettungssatzes die Bergung im Auto eingeklemmter Personen geborgen werden.

Gäste waren auch Kreistagsabgeordnete des Landkreises Sonneberg, die von Wehrführer Michael Schramm das Feuerwehrgerätehaus von unten bis oben gezeigt bekamen.

„Es freut mich, dass der Tag der offenen Tür sehr gut besucht wurde“, sagte Schramm nach diesem gelungenen Fest. Nach 18 Uhr sei vom Essen nichts mehr übrig geblieben. Vor allem über den Besuch vieler Kameraden der Feuerwehren des Wirkungsbereichs war er hocherfreut. Mit dem Treffen gab es auch einen angenehmen Erfahrungsaustausch.

Was vielleicht viele nicht bemerkt haben: Seit etwa vier Wochen hängt eine Ehrentafel im Flur der Feuerwache, auf der Fotos von ehemaligen verdienstvollen Kameraden, Wehrleiter/Wehrführer sowie verdienstvolle Feuerwehrleute aus Neuhaus abgebildet sind.

Eine Freiwillige Feuerwehr ist eine öffentliche Feuerwehr, die sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern, mitunter auch einigen hauptamtlichen Kräften (zun´ Beispiel für den Rettungsdienst oder in Werkstätten) zusammensetzt. Im Gegensatz dazu bestehen in seltenen Fällen einerseits Pflichtfeuerwehren, bei welchen Bewohner der jeweiligen Gemeinde zum Dienst verpflichtet werden, und andererseits Berufsfeuerwehren aus rein hauptamtlichen Einsatzkräften. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, in den meisten Städten Deutschlands gebe es eine Berufsfeuerwehr, wird der abwehrende Brandschutz und die allgemeine Hilfe in Deutschland hauptsächlich durch ehrenamtliche Kräfte sichergestellt. Bei einer Gesamtzahl von 2054 Städten in Deutschland existieren lediglich in rund 100 dieser Städte Berufsfeuerwehren. In allen diesen Städten gibt es zur Verstärkung der Berufsfeuerwehr zusätzlich auch noch Freiwillige Feuerwehren. Die räumliche Entfernung von Wohnort und Arbeitsplatz vermindert vor allem tagsüber die Alarmbereitschaft der Feuerwehr am Wohnort der Pendler.

Am 17. Juli 1841 erfolgte mit der Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr Meißen erstmals die Gründung einer deutschen Freiwilligen Feuerwehr nach heutigem Verständnis. An diesem Tag konnte die Verpflichtung der 136 Mitglieder des Feuerlösch- und Rettungskorps auf dem Rathaus zu Meißen stattfinden. Sie war uniformiert und übte nach militärischen Grundsätzen.

 

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