Rennrodler David Nößler „Oben ist ganz viel Zeit gutzumachen“

Steht vor seinem ersten Weltcup-Einsatz und dann gleich auf seiner Heimbahn in Oberhof: David Nößler aus Schmalkalden. Foto: Gerhard König

Der 20-jährige Rennrodler David Nößler aus Schmalkalden im Interview.

Oberhof - In Thüringen gehen die Talente nicht aus. Beim Rennrodel-Weltcup am Wochenende in Oberhof wird David Nößler vom RSV Schmalkalden seinen ersten Weltcup bei den „Großen“ fahren. Der 20-Jährige hatte nach der ersten Umbauphase der Oberhofer Bahn die allererste Fahrt machen dürfen.

David Nößler, können Sie uns den Moment beschreiben, als Sie von Ihrer Nominierung erfahren haben?

Das war recht unspektakulär. Mein Heimtrainer Andi Langenhan kam am Montag nach dem Training zu mir und hat mir erzählt, wer erstmal aus dem Team rausrutscht und wer nachrücken darf. Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass ich in Oberhof fahren darf, da wir hier oft trainieren und vielleicht einen kleinen Vorteil haben.

Hat Ihnen Andi Langenhan Tipps gegeben? Er ist ja vor nicht allzu langer Zeit hier selbst noch gefahren und das nicht allzu schlecht.

Wir arbeiten extrem viel zusammen. Da hat er mir schon gesagt, dass ich im oberen Bereich viel Zeit gutmachen kann.

Sie haben im Jugend- und Juniorenbereich schon einige Medaillen gewonnen, dann sind Sie von Verletzungen zurückgeworfen worden. Welche Verletzungen waren das?

Ich bin vor zwei Jahren in Sigulda schwer gestürzt, habe mir den Fuß gebrochen, musste ein halbes Jahr pausieren. Danach musste das Training umgestellt werden. Im Athletiktraining habe ich noch extreme Probleme, da die Bänder noch nicht richtig einsatzfähig sind. Zum Glück stört mich das in der Bahn, also beim eigentlichen Rodeln, nicht.

Ihr WhatsApp Profilbild zeigt einen Motocrossfahrer. Sind Sie das?

Nein, das bin ich nicht. Ich nutze diesen Sport aber als Hobby im Frühjahr und im Sommer.

Rennrodler scheinen fast alle Geschwindigkeitsfanatiker zu sein.

Es geht mir gar nicht so sehr um die Geschwindigkeit als viel mehr um das feinfühlige und präzise Fahren, da wir ja viel fast ohne Sicht unterwegs sind.

Interview: Claudia Fehse

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