Rennrodeln in Ilmenau Eitberger und Langenhan an der Spitze

Das Prädikat „Internationaler Fil-Cup“ ist auch bei seiner 29. Auflage gerechtfertigt: Fahrer aus vier Gast-Nationen sind am Floßberg am Start. Foto: Pavel Chatterjee

Lokalmatadorin Dajana Eitberger mit 20,768 Sekunden sowie Max Langenhan (BRC 05 Friedrichroda) mit 20,443 fahren die schnellsten Zeiten beim Qualifying für das 29. Internationale Fil-Sparkassen-Sommerrodeln.

Siegbert Bussemer, der Vorsitzende des RC Ilmenau, genoss nach vollzogener Eröffnung diese mal wieder ganz spezielle Freitagabend-Atmosphäre an der Wolfram-Fiedler-Kunststoffbahn sichtlich: „Es sind zwar letztlich knapp 60 Starter geworden, bei rund 70 Meldungen, die es gab – aber das ist eben so und zu verkraften und vor allem etwas ganz anderes als im letzten Jahr, als wir fast mehr Helfer an der Bahn hatten als Sportler in der Bahn.“ Und mit fünf Nationen – auch wenn Tschechien und die Schweiz nur „einfach“ vertreten sind – ist das Prädikat vom 29. Internationalen Sparkassen-Sommerrodel-Cup auch wieder gerechtfertigt. Und so viele internationale Sport-Wettkämpfe gibt es ja in Ilmenau nun auch wieder nicht.

Letztlich gingen beim Qualifying zehn Rennrodlerinnen bei den Damen und Juniorinnen sowie 19 Rennrodler bei den Männern und Junioren an den Start, hinzu kamen noch 31 Starterinnen und Starter beim Pflichttraining der Jugend A-Klasse, die ihre Rennen am Samstag ab 10 Uhr austrägt. Insgesamt wurden drei Läufe absolviert, mit genau festgelegten Schlitten, um die materiellen Voraussetzungen für jeden möglichst anzugleichen. Gewertet wurden die jeweils schnellsten Zeiten aus den drei „Versuchen“.

Bei den Damen und Juniorinnen machte Lokalmatadorin Dajana Eitberger in ihrem „Wohnzimmer“ sofort Hausrecht geltend und legte mit 20,77 Sekunden nicht nur die schnellste Zeit hin, sondern auch einen ordentlichen Vorsprung auf Julia Taubitz, die in Oberhof trainierende Erzgebirglerin, die auf 20,90 Sekunden kam. Die österreichische Olympiavierte Madeleine Egle bestätigte die Vorschusslorbeeren als Dritte mit 20,97 – womit ein Trio unter der 21-Sekunden-Marke blieb. Elia Reitmeier und Antonia Pietschmann vom RC Ilmenau kamen mit 21,31 bzw. 21,39 auf die Ränge neun und zehn, sind damit aber ebenfalls fürs Rennen am (heutigen) Samstag qualifiziert.

Bei den Männern und Junioren sorgte der Aufsehen erregende Kreisliga-Fußballer Max Langenhan nun auch mal wieder für Schlagzeilen in seiner „richtigen“ Sportart Rennrodeln, indem er das Qualifying der Männer gewann – mit 20:44 Sekunden allerdings sehr knapp vor Sebastian Bley (RT Suhl, 20,45) und Max Ewald (RT Suhl, 20,83). Letzterer bewies damit, dass Doppelsitzer-Fahrer auch als Einsitzer durchaus einiges auszurichten vermögen.

Anders als bei den Damen und Juniorinnen konnten sich die österreichischen Gäste hier nicht in die Thüringer Phalanx fahren; ihr Bester, Armin Frauscher, folgte mit 20,56 auf Rang acht. Weiterhin direkt für das Elite-Rennen ab 13 Uhr qualifiziert sind Moritz Bollmann (RRV Sonneberg/Schalkau), Hannes Orlamünder (RRC Zella-Mehlis), David Nößler (RSV Schmalkalden), Paul Gubitz (Zella-Mehlis) sowie die Österreicher Jonas Müller und Yannick Müller. Neun weitere Fahrer, darunter auch Carlos Stang vom RC Ilmenau (20,92), werden am Samstag nach dem Jugend A-Rennen in einem Ausscheidungsrennen zwei weitere Starter ermitteln.

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