Rennrodel-WM am Königssee Schöne Langeweile

„Es fühlt sich für mich an wie Gold“: Dajana Eitberger. Foto: dpa/Tobias Hase

Die deutschen Frauen sind weiter das Maß aller Dinge bei der Rennrodel-WM am Königssee: Auch am Sonntag sind die ersten vier Plätze in deutscher Hand. Dajana Eitberger aus Ilmenau holt erneut Bronze.

Schönau am Königssee - Julia Taubitz aus Oberwiesenthal ist die überragende Athletin der 50. Rennrodel-Weltmeisterschaften und hat den Triumph für die deutschen Frauen perfekt gemacht. Nach ihrem Sieg im Sprint feierte die 24-Jährige am Sonntag im Einsitzer ihren ersten WM-Titel in der klassischen Disziplin und stieg damit zur Doppel-Weltmeisterin auf. Die Sportsoldatin, die in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup gewann, sicherte sich den Sieg am Königssee in 1:41.132 Minuten vor den Teamkameradinnen Natalie Geisenberger (Miesbach/+0.315) und Dajana Eitberger (Ilmenau/+0.472), die nach ihrer Babypause im Vorjahr beide eine Medaille gewannen. Den deutschen Vierfach-Erfolg machte Lokalmatadorin Anna Berreiter als Vierte komplett (+0.838). Die Berchtesgadenerin kürte sich so auch zur neuen U23-Weltmeisterin.

Für Dajana Eitberger aus Ilmenau war es die zweite Bronzemedaille bei dieser WM: „Ich hatte mir gar nicht so viel vorgenommen. Es fühlt sich für mich an wie Gold.“ Letzte Saison hatte die 30-Jährige wegen der Geburt ihres Sohnes Levi ausgesetzt. Nach der Babypause meldete sich Eitberger im vergangenen Dezember zurück. Sie gewann auf ihrer Heimbahn in Oberhof.

Für Julia Taubitz hatte sich der Triumph in den vergangenen beiden Jahren bereits angedeutet, 2019 und 2020 wurde sie jeweils Vize-Weltmeisterin. „Das fühlt sich einfach nur wundervoll an!“, sagte Siegerin Taubitz nach dem Rennen am Sonntag.

Natalie Geisenberger vergab am Wochenende indes die Chance auf ihren fünften WM-Titel, mit dem sie den Rekord von Tatjana Hüfner eingestellt hätte. Silber für die 32-Jährige ist angesichts der Babypause allerdings ebenso beachtlich wie Bronze für Eitberger. Wohl auch deshalb war Natalie Geisenberger sehr glücklich: „Ich bin tatsächlich sehr zufrieden mit der Silbermedaille.“

Taubitz holte im Rahmen der WM am Königssee nun bereits ihre zweite Goldmedaille, am Freitag hatte sie zum Auftakt erstmals den Sprint für sich entschieden. Auch in dem nicht-olympischen Wettbewerb machte das deutsche Quartett die ersten vier Plätze unter sich aus.

 

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