Rennrodel-WM am Königssee Max Langenhan ist U23-Weltmeister

Der neue U23-Weltmeister: Max Langenhan aus Friedrichroda. Foto: imago images/CEPix/Christian Einecke via www.imago-images.de

WM-Titelverteidiger Roman Repilow siegt auch auf der Rodelbahn am Königssee. Felix Loch holt WM-Silber. Im Nachwuchs dominiert Thüringen: Langenhan und Bollmann gelingt in der U23 ein Doppelsieg.

Schönau am Königssee - Auch wenn ein deutscher Einzelsieg der Männer bei der Rennrodel-WM am Königssee ausblieb, der Nachwuchs lässt dafür am Samstag umso mehr aufhorchen. Max Langenhan aus Friedrichroda (1:38.059) und Moritz Bollmann aus Neuhaus bei Sonneberg (+0.724) rasten in der U23-Wertung auf Platz eins und zwei.

Bei den Männern blieb alles beim Alten: Titelverteidiger Roman Repilow, der bereits bei der letzten WM auf seiner Heimbahn im russischen Sotschi zu Gold fuhr, wiederholte das Kunststück am Samstag mit hauchdünnem Vorsprung auf Felix Loch. Der Lokalmatador nahm es mit einem Lächeln hin. Der überragende Rodler des Winters hat seine eindrucksvolle Siegesserie nicht fortsetzen können und die Krönung seiner starken Saison verpasst. Ausgerechnet bei der Heim-WM am Königssee musste sich der 31-Jährige am Samstag erstmals geschlagen geben und holte mit 0,062 Sekunden Rückstand auf Titelverteidiger Repilow vom russischen Rodelverband die Silbermedaille. Bronze ging an Olympiasieger David Gleirscher aus Österreich.

„Roman hat es heute einfach besser gemacht. Ich hatte zwei, drei grobe Sachen im zweiten Lauf. Ich bin mega happy mit dem zweiten Platz und hier mit einer Medaille zu Hause zu bleiben“, sagte Felix Loch, der Weltcup-Gesamtsieger dieses Winters. Mit einem Sieg hätte Loch Rekord-Weltmeister Armin Zöggeler überholen können.

Max Langenhan (Friedrichroda) auf Rang vier und der Oberhofer Johannes Ludwig auf Rang fünf verpassten die Medaillenränge in der Männerkonkurrenz nur knapp. „Ich bin im Moment ein bisschen enttäuscht. Ich hätte schon gerne eine Medaille gewonnen. Trotzdem ist es, was die Konstanz angeht, meine beste Saison der letzten Jahre. Das i-Tüpfelchen wäre natürlich die Medaille gewesen““, sagte Ludwig, der bei den drei vorherigen Weltmeisterschaften jeweils den vierten Platz belegt hatte.

Auch die beiden Erstplatzierten der U23-Wertung, Max Langenhan und Moritz Bollmann, hatten laut eigener Aussage am Samstag noch Luft nach oben. Für den Neuhäuser Bollmann wurde die sogenannte Teufelsmühle zum Verhängnis. Mit der Passage habe er bereits in der ganzen Trainingswoche Probleme gehabt, weil er einfach den Punkt für die Ausfahrt aus der Teufelsmühle nie perfekt traf, so Bollmann. U23-Weltmeister Max Langenhan bemerkte nach der Zieldurchfahrt und Platz vier: „Ich habe mich im zweiten Lauf einfach verfahren. Mit meinen Startleistungen bin ich aber zufrieden.“

 

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