Rennrodel-WM 2023 in Oberhof Von A wie Abfallwirtschaft bis Z wie Zeremonie

Das OK-Team für die Rennrodel-WM 2023 in Oberhof (von links hinten nach vorne rechts): Jan Marufke, Ute Karger, Bernd Oberhoffner, Andreas Nather, Holger Hendrich, Juliane Arndt, Heidrun Höpfner, Antje Henniger, Steffen Domke, Klaus Höpfner, Rene Gawrisch, Hartmut Schubert, Petra Amthor, Gabi und Rüdiger Schmoock, Bernd Roßmann, Mandy Scheidig, Gabi Weißbrodt, Kerstin Lösch, Jürgen Berkes, Veronika Raguse und Uwe Theisinger. Foto: TSBV/Sven Schmutzler

Nun wird es langsam ernst: Anderthalb Jahre vor der Doppel-Heim-WM in Oberhof hat das OK-Team des Thüringer Rennrodelverbandes seine Arbeit aufgenommen. Die Aufgabenliste ist lang.

Oberhof - Gut 600 Tage vor dem Start der Biathlon- und Rennrodel-Weltmeisterschaften in Oberhof sind die Verantwortlichen des Thüringer Schlitten- und Bobsportverbandes (TSBV) in dieser Woche mit einem Kick-off-Treffen in die offizielle Vorbereitung gestartet. Die Rennrodel-WM soll vom 23. bis 29. Januar 2023 auf der Bahn in Oberhof stattfinden, die Biathlon-WM beginnt kurz darauf, am 8. Februar.

Das sogenannte Organisationskomitee (OK) des TSBV, das von Verbandsgeschäftsführer Uwe Theisinger angeführt wird, hat in der Vorbereitung auf die Heim-WM zahlreiche Aufgaben zu koordinieren: von A wie Auftransport oder Abfallwirtschaft bis Z wie Zeremonie.

„Wir wollen 2023 mehr als nur einen Weltcup mit WM-Bezeichnung in Oberhof ausrichten. Unser Anspruch ist es, auf der sanierten und jetzt modernen Bahn und in deren Umfeld ein internationales Rodelfest zu veranstalten. Die Sportlerinnen und Sportler sollen erstklassige Bedingungen vorfinden und alle Gäste ein unvergessliches Sportwochenende erleben“, erklärt Uwe Theisinger.

Damit das funktioniert, müssen viele Rädchen perfekt ineinandergreifen. Die Aufgabenliste für die Verantwortlichen ist riesig. Dazu gehören zum Beispiel die Übernachtungen für alle Beteiligten, Shuttle-Services, die Bahnsicherheit, Schneeberäumung, Versorgung, Rahmenprogramm, Gästebetreuung, Zugangskontrolle, Dopingtests, Sicherheits- und Verkehrskonzept und so weiter.

Bange wird OK-Chef Theisinger aber dennoch nicht: „Wir haben in unserer Struktur viele sehr engagierte und erfahrene ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Unsere Leute sind mit Herzblut bei der Sache und Leben für den Kufensport. Das ist eine gute Basis für die kommenden Monate, aber zugleich auch Verpflichtung, die freiwilligen Helfer und deren Arbeit besonders wertzuschätzen. Ohne die über 200 Freiwilligen wäre weder ein Weltcup noch eine WM möglich.“ Deshalb habe man bereits beim Kick-off großen Wert auf das „Wir-Gefühl“ und die Teammotivation innerhalb der OK-Mannschaft gelegt.

Einen besonderen Fokus werden die WM-Ausrichter von 2023 auf das Thema Nachhaltigkeit richten. Mit der Sanierung der Bahn spare man durch moderne Technik viel Energie und können überschüssige Energie sogar weiterverwenden, erklärt Uwe Theisinger. Beim Umbau wird viel mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz gearbeitet.

Auch das Großereignis an sich soll so klimafreundlich wie möglich gestaltet werden. Uwe Theisinger: „Wir arbeiten für die Versorgung an einem Konzept für ein Mehrwegsystem und im Bereich der Besucherinformationen und in der Wettkampflogistik sowie in der Medienarbeit wollen wir auf Papierausdrucke verzichten und neue digitale Angebote schaffen. Durch ein bequemes Shuttle-System wollen wir den Individualverkehr, und somit Emissionen im Ort, deutlich reduzieren.“

Uwe Theisinger lobt hierbei ausdrücklich den Freistaat Thüringen und den WM- und Oberhof-Beauftragten Hartmut Schubert. Von beiden werde Oberhof auf dem Weg zur WM 2023 gut unterstützt – finanziell durch die wichtigen Investitionen in die Bahninfrastruktur, aber auch bei der Organisation. 2023 soll mit den beiden Weltmeisterschaften für Oberhof und ganz Thüringen ein Highlight werden. „Die Kufe steht bereit, gemeinsam mit den Akteuren des Biathlon-OKs und des Freistaates dafür Sorge zu tragen, dass die Wettkämpfe im Januar und Februar 2023 ein nachhaltiger Erfolg für alle Beteiligten werden“, sagt OK-Chef Uwe Theisinger abschließend.

 

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