Eigentlich kann einem an diesem Abend nichts passieren – denn so viel göttlichen Beistand auf einmal gibt es selten. Einziges Risiko: Man könnte in der Masse untergehen. In Pashupatinath, einer der bedeutendsten Hindustätten in Nepals Hauptstadt Kathmandu, drängen sich Hunderttausende über das Gelände. Es duftet nach Amber und Sandelholz, mantraartig klingen Lieder aus kratzigen Lautsprechern in den tiefdunkelblauen Sternhimmel.