Religiöse Kinderwoche in Bremen Vom „(Über)Leben auf der Erde“

Paula R. Henkel
Erlebnisreiche Tage hatten die Teilnehmer der „Religiösen Kinderwoche“. Foto: Paula Henkel

Das Highlight der Sommerferien ganzer Generationen von Schülern ist die alljährliche „Religiöse Kinderwoche“ in Bremen. Diesmal drehte sich alles um das Thema Umwelt.

In der „Religiösen Kinderwoche“ (RKW) können die Kinder von morgens bis abends spannende Aktivitäten miterleben, neue Freundschaften knüpfen, interessante Dinge lernen und frei in der Natur spielen. Damit das Spielen zwischen den Bäumen des Bremer Pfarrgartens auch weiteren Generationen von Kindern Spaß machen kann, beschäftigten sich die Teilnehmer der diesjährigen RKW mit dem Erhalt der Umwelt und dem Zusammenleben von Tieren, Pflanzen und Menschen.

Unter dem Motto: „Geht’s noch? – (Über)Leben auf der Erde“ lernten die Kinder das Mädchen Franziska, den uralten Baum Gerlinde und den neunmalklugen Steinkauz Ägidius kennen. Diese drei von den Betreuern verkörperten Figuren begleiteten die Teilnehmer im Alter von der ersten bis zur dritten Klassenstufe durch die Woche. Franziska machte die Kinder auf das Thema Umweltverschmutzung aufmerksam und Ägidius, der Steinkauz, berichtete von seinen Problemen bei der Wohnungssuche, da es nicht mehr genug Bäume gebe, in die ein Steinkauz einziehen könne.

Nach diesen durch das Anspiel gegebenen Impulsen wurden die Kinder in Gruppenarbeiten selbst aktiv. Sie berieten, wie man unnötigen Plastikmüll einsparen kann, versuchten herauszufinden, wo eigentlich der Grund für starke Umweltverschmutzung liegt und wie man selbst zum Segen für andere Menschen und für die Natur werden kann. Die Kinder bauten Insektenhotels und Fledermauskästen, wurden sich aber auch klar darüber, dass auch ihr Müll in den Weltmeeren und im Bauch einer Meeresschildkröte landen könnte. In Rollenspielen, mit Plakaten und Liedern stellten sie ihre Ergebnisse im Anschluss der Gruppe vor.

An den Nachmittagen nahmen die Kinder an verschiedenen spannenden Aktivitäten teil. Montags wurde eine „Dorfrallye“ veranstaltet, in der die Kinder versuchten, knifflige Fragen mithilfe der Bremer Bevölkerung zu lösen. Am Dienstag maßen die RKW-Teilnehmer ihre sportlichen Kräfte bei der Lagerolympiade am Bremer Sportplatz. Der Mittwoch stellte den Höhepunkt der RKW da. Mit dem Bus fuhren die Kinder nach Erfurt zur Kinderwallfahrt. Nach einem Gottesdienst mit dem Bischof Ulrich Neymeyr kühlten sich die Kinder an den Wasserspielplätzen der Erfurter „Ega“ ab. Am nächsten Tag bewiesen die Teilnehmer bei dem Quizspiel „Saujagd“ ihr Wissen. Freitagnachmittag rundete das Abschlussfest mit von den Kindern eingeübten Programmpunkten die RKW-Tage ab.

Dank der vielen Unterstützer können dieses Jahr drei Gruppen, verteilt auf die ersten drei Wochen der Sommerferien, die RKW miterleben. Parallel dazu finden außerdem zwei weitere RKWs mit älteren Kindern in Rheinböllen statt. In Zeiten, wo Themen wie Umweltverschmutzung, Klimawandel und Artensterben täglich in den Medien und in der Politik heiß diskutiert werden, wurde den RKW-Kindern klar, dass jeder etwas tun kann, um die Natur zu schützen.

Auf die Frage von RKW-Leiter Martin Fischer, was wir Menschen tun müssen, um Gottes Schöpfung zu bewahren, antwortete der achtjährige Hannes passend: „Wir müssen die Pflanzen, die Tiere und die Natur beschützen.“ Mit diesem schlichten Satz entließ Martin Fischer die Kinder am Freitag und schickte lauter kleine Umwelthelden in die Welt.

 

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