Mehr Gäste, aber Umsatz stagniert
Für den Winter hatte Tui bereits weniger Hotel- und Flugkontingente fest eingekauft, um sie nicht am Ende mit hohen Rabatten losschlagen zu müssen. Im Pauschalreisegeschäft zählte das Unternehmen aus Hannover im ersten Geschäftsquartal daher nur 3,7 Millionen Urlauber und damit zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Konzernweit wuchs die Zahl der Tui-Gäste zwar um gut zwei Prozent auf 7,1 Millionen. Doch dies lag vor allem an den Kreuzfahrten und den Ausflügen sowie Veranstaltungen vor Ort. Solche Zusatzangebote bringen jedoch nur einen Bruchteil des Umsatzes einer kompletten Urlaubsreise ein. Dadurch konnte Tui trotz einer gestiegenen Urlauberzahl den Umsatz nicht steigern: Der Erlös stagnierte bei knapp 4,9 Milliarden Euro.
Finanziell zahlte sich die Strategie für Tui aus: War das reiseschwache erste Quartal früher meist defizitär, steigerte der Konzern den bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) diesmal um gut die Hälfte auf 77 Millionen Euro.