Suhl - Letztendlich klingt das Ergebnis von 3:0 (25:21, 25:20, 25:16) zunächst zwar einigermaßen deutlich, sagt aber nur wenig darüber aus, wie schwer sich sowohl der VfB als auch die jungen Berlinerinnen taten. „Im ersten Spiel einer Saison sind immer viel Emotionen drin, aus denen dann die Fehler resultieren“, sagte Suhls Trainer Mateusz Zarczynski. Der ist aber dennoch sichtlich erleichtert, die ersten drei Punkte eingefahren zu haben. 1000 Zuschauer in der Suhler Wolfsgrube hatten zerfahrene 71 Spielminuten erlebt. Beiden Mannschaften unterliefen viele Aufschlagfehler, so dass ein echtes Volleyballspiel nur phasenweise möglich war.
Nachdem die Gastgeberinnen im ersten Satz zunächst einem 0:5-Rückstand hinterherliefen und sich auch danach hin und wieder den Schneid von den VCO-Talenten abkaufen ließen, übernahmen Mittelblockerin Ashley Mariani und Außenangreiferin Claudia Steger – beide immer wieder gut eingesetzt von Suhls neuer Zuspielerin Kim Robitaille - das Zepter. Sie führten das VfB-Team zum ersten Satzgewinn. Das beiderseitige Fehlerfestival setzte sich in den beiden folgenden Sätzen fort, von Ruhe im Suhler Spiel weiterhin keine Spur.
„In so einem ersten Spiel schlägt das Herz immer ein bisschen schneller“, meinte die neue VfB-Kapitänin Taylor Bruns. Coach Zarcyznski hatte alle seine zwölf Spielerinnen eingesetzt, meinte mit Blick auf das Pokal-Achtekfinale bei Wiesbadens zweiter Mannschaft am Samstag und die kommenden Ligaspiele: „Meine Mannschaft kann und wird besser spielen, wenn sie sich weniger auf ihre Emotionen und mehr auf ihr eigenes Leistungsvermögen konzentrieren.“ clf