Suhl - 400 Zuschauer in der Suhler "Wolfsgrube" - wegen der Coronakrise und unter Einhaltung aller Hygienekonzepte war die Zahl limitiert worden - sahen, wie das Team des neuen Suhler Trainers Laszlo Hollosy einen begeisternden ersten Satz spielte, bei der ersten technischen Auszeit sogar mit 8:2 führte. Vor allem die US-amerikanische Diagonalangreiferin Danielle Harbin zeigte, was in ihr steckt, überwand den gegenerischen Block immer wieder. Zwar kamen die Gäste gegen Ende noch einmal auf 19:12 aus Suhler Sicht heran, doch die Gastgeberinnen hatten sich zu diesem Zeitpunkt längst in einen Rausch gespielt und ließen sich diesen Auftaktdurchgang nicht nehmen.
Nachdem der Suhler Verein vor dem coronabedingten Abbruch der vergangenen Spielzeit nur auf dem letzten Tabellenplatz stand, hatten die Vereinsverantwortlichen in der Pause alles daran gesetzt, beim Neustart mit einer schlagkräftigereren Mannschaft an den Start zu gehen. Mit einem runderneuerten Team, in dem nur noch die altgediente Außenangreiferin Claudia Steger dem VfB treu gebieben war und inzwischen ihre zwölfte Saison in Suhl spielt, boten die Suhlerinnen dem Favoriten, trainiert vom Bundestrainer und einstigen Suhl-Coach Felix Koslowski, Paroli.
Mit Beginn des zweiten Satzes zeigte der Schweriner SC aber seine gewohnte Stärke und Präzision in den Aktionen. Angeführt von der zur besten Spielerin des Abends gewählten Außenangreiferin Greta Szakmary holten sich die Gäste die folgenden drei Sätze. Während den VfB-Spielerinnen zu viele Fehler unterliefen, war jetzt gegen den stellungssicheren SSC-Block nur wenig auszurichten.
"Ich bin nicht zufrieden, das ist meine Mentaltät", sagte Laszlo Hollosy. Von der Atmosphäre in der Halle zeigte sich der Ungar begeistert: "Die Suhler Zuschauer sind erstaunlich. Ich hatte ja versprochen, dass wir immer kämpfen und nie aufgeben werden - ich denke, das ist uns ganz gut gelungen." cf