Suhl - Eigentlich ist Karate hierzulande eine Randsportart. In den vergangenen Tagen konnte man in Suhl jedoch einen anderen Eindruck gewinnen, denn nahezu 200 Karateka aus aller Herren Länder tummelten sich in der Stadt und frönten in der "Wolfsgrube" ihrem Sport. Verantwortlich für die friedliche Invasion war der 1. Karate-Dojo Fujiwara Suhl. Der Verein richtete in der Waffenstadt einen Europacup samt angeschlossenem internationalen Trainingslager aus - und die Gäste der zweitägigen Großveranstaltung kamen unter anderem aus Schottland, Südafrika sowie aus Japan. "Dass der Wettkampf nach Suhl vergeben wurde, lag daran, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren", berichtete Vereinschef Lars Degner. "Im Mai des vorigen Jahres haben wir an einem Turnier in der Schweiz teilgenommen. Dort sind wir mit den Verantwortlichen des Weltverbandes ins Gespräch gekommen und wurden gefragt, ob wir einen Europacup in Suhl hinbekommen." Nach zweiwöchiger Bedenkzeit sagte Degner zu.
Regionalsport Tiefe Einblicke in die fernöstliche Kampfkunst
Von Ulrich Klemm 16.07.2013 - 00:00 Uhr