Regiomed Neue Flagge steht nicht auf halbmast

Die Klinik in Neuhaus machte Freitag dicht. Die stationäre Behandlung wird es nicht mehr geben. Gleichzeitig bekommt das Sonneberger Krankenhaus ein neues Erkennungsmerkmal.

Landrat Robert Sesselmann (rechts) bei der Flaggen-Installation. Foto: Medinos Kliniken

Am Nikolaustag präsentierte die Medinos Kliniken des Landkreises Sonneberg GmbH im Beisein zahlreicher Beschäftigter ihr neues Logo als Kernstück eines neuen Unternehmensauftritts. Im Zuge der Insolvenz und der Entflechtung des Regiomed-Klinikverbunds setzt das kommunale Klinikunternehmen damit ein öffentlichkeitswirksames sowie identitätsstiftendes Zeichen für den Neubeginn.

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Der Teufel im Detail

Um die Verbundenheit zum Träger zu verdeutlichen, baut das neue Logo der Medinos Kliniken auf dem Landkreis-Logo auf und hat insofern das als Bergwald-Silhouette stilisierte Kfz.-Kennzeichen-Kürzel „SON“ als Grundlage. Anders als beim Landkreis werden jedoch keine Grüntöne verwendet, sondern Blautöne. In der Farbpsychologie steht blau für Verlässlichkeit und Vertrauen. In Kombination mit dem weißen Hintergrund verbindet man damit Reinheit und Klarheit. Diese Werte sollen das Klinikunternehmen über das Logo in die neue Zeit begleiten und gleichsam für Beschäftigte wie für Patienten und Partner eine neue Identität schaffen. Gestaltet wurde die Bildmarke durch die heimische Druckerei Müller aus Mengersgereuth-Hämmern. Erste Verwendung findet sie bereits auf Fahnen und Bannern, die an den Medinos-Standorten aufgezogen wurden.

Die Logo-Präsentation nutzten Landrat Robert Sesselmann und Klinik-Geschäftsführer Rene Klinger, um allen aktiven wie ehemaligen Beschäftigten der Standorte Sonneberg und Neuhaus am Rennweg sowie dem Betriebsrat der Gesellschaft herzlich zu danken.

Neuhäuser Klinik ist geschlossen

Das Neuhäuser Krankenhaus wurde am 6. Dezember die stationäre Behandlung eingestellt. Die Notaufnahme ist nun geschlossen. Alle Patienten, die noch nicht entlassen werden konnten, werden nach Sonneberg verlegt. Ab der nächsten Woche soll hier ein ambulantes Gesundheitszentrum mit mehreren Arztpraxen entstehen.

Sesselmann, der durch diese drastischen Schritte mehrfach in Kritik geraten ist, verteidigt das Vorgehen. Ohne die Schließung wäre die gesamte Krankenhausversorgung im Landkreis gefährdet gewesen, so der Landrat.

Das zurückliegende Insolvenzverfahren und der Neustart des kommunalen Klinikunternehmens mit einhergehenden Sanierungsmaßnahmen sind für die Medinos-Beschäftigten und alle beteiligten Akteure alles andere als einfach. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Standorte in Neuhaus am Rennweg und in Sonneberg gilt daher ein ausdrücklicher Dank für ihre stets engagierte Arbeit zum Wohle der Patientinnen und Patienten sowie für ihre Unterstützung der notwendigen Umstrukturierungen in diesen sehr herausfordernden Zeiten. mg