Regiomed Netzwerk der Medical School wird ausgebaut

red

Um die Medical School von Regiomed bei hiesigen Abiturienten bekannter zu machen, kamen jetzt im Landratsamt Sonneberg Vertreter der drei Gymnasien, des Klinikverbunds und des Landkreises zusammen.

Zum Kooperationsgespräch kamen im Landratsamt Sonneberg zusammen (von links): Prof. Dr. Johannes Brachmann. „Gründervater“ und Geschäftsführer der Medical School, Theresa Weidner, Strategische Leiterin der Medical School, Jakob Strohmaier, Student der Medical School und angehender Facharzt in der Gefäßchirurgie des Klinikums Sonneberg, Jürgen Köpper, stellvertretender Landrat des Landkreises Sonneberg, Angela Jannusch, Leiterin des Staatlichen Gymnasiums „Hermann Pistor“ in Sonneberg, Steffen Werner, Leiter der Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg mit ihrem Beruflichen Gymnasium, Bärbel Geyer, Leiterin des Staatlichen Gymnasiums in Neuhaus am Rennweg. Foto: LRA, M Volk

Seit 2016 bildet der Klinikverbund Regiomed über seine Medical School Ärztinnen und Ärzte aus und sorgt so auch in eigener Verantwortung für den so wichtigen Mediziner-Nachwuchs. Um die interessante Option eines Medizin-Studiums über die Medical School von Regiomed bei hiesigen Abiturientinnen und Abiturienten bekannter zu machen, lud der Landkreis Sonneberg in Person des stellvertretenden Landrats, Jürgen Köpper, kürzlich zu einem Kooperationsgespräch ins Landratsamt ein.

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Hieran nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Medical School von Regiomed sowie die Leiterinnen und Leiter der drei Gymnasien im Landkreis Sonneberg teil. Im Einzelnen waren dies einerseits Prof. Dr. Johannes Brachmann, „Gründervater“ und Geschäftsführer der Medical School und Theresa Weidner, Strategische Leiterin der Medical School sowie andererseits Angela Jannusch, Leiterin des Staatlichen Gymnasiums „Hermann Pistor“ Sonneberg, Bärbel Geyer, Leiterin des Staatlichen Gymnasiums Neuhaus am Rennweg und Steffen Werner, Leiter der Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg mit ihrem Beruflichen Gymnasium.

Als weiterer Teilnehmer konnte der Medical School-Student Jakob Strohmaier begrüßt werden. Er berichtete über seine positiven Erfahrungen und wird in naher Zukunft am Regiomed-Klinikum Sonneberg die Facharztausbildung zum Gefäßchirurgen beginnen. Seinem Beispiel sollen noch mehr junge Abiturientinnen und Abiturienten aus der Region Sonneberg folgen – darin waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig. Im Ergebnis verfolgt man nun das gemeinsame Ziel, die Zusammenarbeit zwischen der Medical School von Regiomed und den drei Gymnasien im Landkreis Sonneberg auszubauen und zu stärken.

„Auch unsere Gymnasiasten sollen noch besser über das innovative medizinische Studienangebot der Medical School von Regiomed informiert werden. Für unsere Region und unsere Menschen ist es wichtig und eine große Chance, aus diesem Potenzial heraus Medizinernachwuchs für unsere Heimat zu gewinnen“, fasst der stellvertretende Landrat des Landkreises Sonneberg, Jürgen Köpper, zusammen. Daher dankte er allen Gesprächsteilnehmern für ihre Bestrebungen, die gemeinsame Netzwerkarbeit zum Wohle der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu intensivieren.

Die Medical School von Regiomed bildet seit 2016 Ärztinnen und Ärzte in der Region aus. Nach einem sechsjährigen Medizinstudium konnten im Herbst 2022 die ersten Absolventen ihren Abschluss erhalten. Die meisten Ärzte haben sich dazu entschlossen, ihre weitere Facharztausbildung in der Region anzugehen. Auch in diesem Jahr erwartet die Medical School wieder einen hohen Anteil an Absolventinnen und Absolventen, die im Raum Südthüringen und Oberfranken bleiben möchten.

„Medizin studieren ohne NC“ verspricht die Medical School bei Regiomed. Studienbewerber werden nicht nach dem Abiturschnitt ausgewählt. Stattdessen wird eine Eignung für Studium und Tätigkeit als Arzt oder Ärztin durch persönliche Gespräche, medizinisch-soziales Engagement oder Vorkenntnisse überprüft.

Das Studium teilt sich in zwei Abschnitte: Der erste, der vorklinische Teil, wird von der Partner-Universität in Split, Kroatien, angeboten. Nach diesen drei Jahren wechseln die Studierenden zu den Standorten der Regiomed Kliniken und studieren weitere drei Jahre im klinischen Abschnitt. Im Gegensatz zu staatlichen Universitäten bietet die Medical School Platz für jährlich bis zu 30 Neueinsteiger. Dies bedeutet aber auch, dass eine enge Betreuung und persönlicher Kontakt mit der Ärzteschaft möglich ist.

Dadurch, dass die Medical School bei Regiomed eine Einrichtung mit kommunaler Trägerschaft ist, die mit einer staatlich anerkannten Universität im EU-Ausland kooperiert, werden die Kosten für das Studium nicht vom Staat getragen. Den Studierenden können Finanzierungsangebote über Bildungskredite oder Stipendien angeboten werden.