Regiomed Einigung mit Sozialverband

Rettungsdienstler verfolgen die Sitzung des Sonneberger Kreistags am 19. Juni. Wie berichtet, stehen die Lebensretter der Perspektive, zum Arbeiter-Samariter-Bund wechseln zu sollen, skeptisch gegenüber. Erhofft hatte man sich einen Verbleib in kommunaler Trägerschaft. Foto: Steffen Ittig/Steffen Ittig

Anfang Oktober soll der Rettungsdienst von Regiomed zum Arbeiter-Samariter-Bund wechseln.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Im laufenden Sanierungsverfahren der Regiomed-Einrichtungen zeichnet sich eine Entscheidung im Rahmen des Bieterprozesses für den Rettungsdienst ab: Regiomed und die ASB Rettungsdienst Thüringen gGmbH sind sich in den wesentlichen Punkten einig, dass der Rettungsdienst auf den Interessenten übergehen soll. Dabei erhält die ASB Rettungsdienst Thüringen gGmbH die Unterstützung des ASB Landesverband Thüringen und des ASB-Bundesverbands, um sich wirtschaftlich stark und nachhaltig für die Region einzubringen. Dies teilte am späten Montagnachmittag ein Regiomed-Sprecher mit.

Geplant ist der Übergang spätestens zum 1. Oktober. Bis dahin, so heißt es, sollen operative Details noch ausgearbeitet und erste Übergangsmaßnahmen umgesetzt werden. Klar sei bereits, dass die Bedingungen aus den Arbeitsverträgen der Mitarbeiter dauerhaft durch den ASB übernommen werden sollen. Dies beinhalte auch eine gleichbleibende Personal- und Leistungsstruktur. „Zusätzlich sollen die Regelungen zur Betrieblichen Altersvorsorge weitergeführt werden, für die angefallenen Überstunden aus der Zeit vor und nach der Antragstellung haben Regiomed und der ASB gemeinsam eine Lösung entwickelt, bei der keine Überstunden zu Lasten der Belegschaft verfallen sollen“, so der Sprecher.

Nach den Kommunalwahlen in Thüringen werden sich die entscheidenden Gremien wie der Rettungsdienstzweckverband Südthüringen (RDZV) nun in den kommenden Wochen konstituieren und die Entscheidung für die Zukunft des Rettungsdienstes bindend beschließen. Bis dahin haben die Verhandlungsseiten Zeit, die Vertragsdetails für einen Übergang des Rettungsdienstes gemeinsam abschließend auszuarbeiten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des bodengebundenen Rettungsdienstes wurden in einer Mitarbeiterversammlung – wie bereits mehrfach berichtet am Montagmorgen in Eisfeld – durch Regiomed-Geschäftsführer Michael Musick und Geschäftsführer der ASB Rettungsdienst Thüringen gGmbH Rene Zettlitzer über die Pläne umfassend informiert.

Autor

Bilder