Regio-Halt Bühl sieht Geheimniskrämerei

Regionalbahn. Foto: picture alliance / dpa/Patrick Pleul

Der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Bühl hat dem Verkehrsministerium vorgeworfen, eine geplante Studie über die Möglichkeiten der Errichtung eines Regionalhalts auf der neuen ICE-Strecke bei Wümbach zu verschleppen.

Ilmenau - Wie bereits Landrätin Petra Enders kürzlich mitteilte, seien zwar erste Ergebnisse vorgestellt worden, diese seien aber wenig konkret und unschlüssig gewesen. Enders hatte damals mitgeteilt, es sei eine „Alibi-Veranstaltung“ gewesen, bei der man die Teilnehmer über drei Stunden „schwindelig geredet“ hätte.

Bürger, das Landratsamt und Kreistagsmitglieder seien enttäuscht von dieser Geheimniskrämerei, stellt nun auch Andreas Bühl fest. In einer erneuten Anfrage wandte er sich direkt an die Landesregierung und forderte detaillierte Aufklärung rund um die Studie zum Bahnhalt in Wümbach. Bereits im März diesen Jahres hatte Bühl zuletzt angefragt. Dort teilte Staatssekretärin Susanne Karawanskji (Linke) mit, dass die Studie im Juni vorliegen sollte. Der Workshop sollte eigentlich schon im April stattfinden. „Dieser Bahnhalt ist weiter dringend nötig, damit wir als Technologieregion Ilmenau wettbewerbsfähig sein können. Die Gefahr besteht, dass unsere Technische Universität in Richtung Franken Studenten verliert. Seit knapp einem Jahr läuft die Diskussion um eine Studie und es passierte fast nichts. Die Verzögerungstaktik der Landesregierung muss enden.“, kritisiert Bühl.

Er möchte von der Landesregierung außerdem wissen, ob durch die Verzögerungen überhaupt noch eine Chance auf den Halt aufgrund des schon 2023 startenden Regionalverkehrs auf der Strecke besteht. Ansonsten seien die Vorbereitung und die Gespräche mit der Deutschen Bahn nahezu umsonst. dss

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