Regenbogentour am 21. Mai Ein Regenbogen der Hoffnung

Berit Richter
Im letzten Jahr startete die Regenbogentour in Arnstadt, diesmal ist die Kreisstadt Zielort. Foto: Berit Richter

Am Samstag startet wieder die Regenbogentour, um Spenden für krebskranke Kinder zu sammeln. Zielort ist diesmal Arnstadt.

Die 28. Regenbogentour zugunsten der Elterninitiative leukämie- und tumorerkrankter Kinder Suhl/Erfurt führt am Samstag, 21. Mai, über circa 48 Kilometer von Weimar über Erfurt nach Arnstadt. Die Organisatoren hoffen, auch in diesem Jahr wieder Hunderte Radfahrer für den guten Zweck begrüßen zu können.

Der erste Start der Radtour erfolgt um 10 Uhr am Weimarer Hauptbahnhof. Wer nur die kürzere Strecke fahren will, startet um 12 Uhr am Hauptbahnhof Erfurt. Mit der Ankunft auf dem Arnstädter Marktplatz wird gegen 13.30 Uhr gerechnet. „Die mitradelnden Kinder geben bei uns das Tempo vor“, sagt Organisator Michael Blanke.

Der Regenbogenexpress wird die Teilnehmer nach Weimar und Erfurt bringen. Der Sonderzug fährt um 8.50 Uhr in Arnstadt, um 9.02 in Neudietendorf und um 9.24 Uhr in Erfurt ab. Ankunft in Weimar ist um 9.37 Uhr. Die Rückfahrt von Weimar nach Arnstadt erfolgt um 11.02 Uhr. Genutzt werden kann der Zug auch von all jenen, die das Anliegen unterstützen, aber nicht selbst radeln wollen. Um 17.02 Uhr geht es dann von Arnstadt wieder zurück.

Familienfest in Arnstadt

Die Tickets sind nur im Sonderzug oder an den Startpunkten in Weimar und Erfurt erhältlich. Sie gelten auch für eine Rückfahrt in regulären Nahverkehrszügen. Die Startgebühr für die Regenbogentour beträgt für Erwachsene 12,50 Euro und für Kinder (6 bis 14 Jahre) sieben Euro. Darin enthalten ist das Zugticket mit Hin- und Rückfahrt, ein Teilnehmer-Trikot und die Mitnahme der Fahrräder im Zug.

Alle Einnahmen der Tour kommen dem Verein zugute. Der will damit Freizeiten für die Geschwister krebskranker Kinder finanzieren. „Wenn ein Kind schwer erkrankt, ziehen sich die Geschwister oft zurück“, weiß Karin Allstädt, Vorstandsmitglied des Vereins. „Dabei haben sie selbst viele Fragen, zum Beispiel: Stirbt mein Bruder oder Schwester?“ Die Freizeiten, zum Beispiel im Kletterpark oder auf dem Bauernhof, sollen die Kinder und Jugendlichen auf andere Gedanken bringen, aber auch die Möglichkeit bieten, altersgerecht solche Fragen zu beantworten.

Unterstützt wird die Regenbogentour auch in diesem Jahr von prominenten Sportlern. So ist die ehemalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms erneut die Schirmherrin. Auch der ehemalige Skeletoni Frank Rommel aus Suhl hat sein Kommen angesagt. Und Maria Selmaier, Vizeeuropameisterin im Ringen, hat laut Michael Blanke versprochen, vom Jenaer Olympiastützpunkt einige Geher und Werfer für den Start zu gewinnen.

In Arnstadt soll dann ein großes Familienfest gefeiert werden. „Wir freuen uns, dabei zu sein“, sagt Bürgermeister Frank Spilling (pl.).

Die Stadtwerke Arnstadt haben Preise für die jüngsten, ältesten, kleinsten, größten und am weitesten angereisten Teilnehmenden ausgelobt – eine Premiere für die Regenbogentour. Diese werden im Ziel auf dem Arnstädter Marktplatz übergeben.

Beim Familienfest von 13 bis 17 Uhr für Radfahrer und Besucher gibt es ein buntes Musik- und Bühnenprogramm, Hüpfburg, Ballonmodellage, Mini-Dampfbahn, Tombola und Glücksrad. Zudem wird der Staffelstab an den Tour-Gastgeber 2023 übergeben. Dann soll es von Gotha und Erfurt nach Weimar gehen.

In den Ilm-Kreis will die Regenbogentour 2024 zu ihrem 30-jährigen Bestehen zurückkehren. „Dann hätten wir gern Stadtilm als Zielort, denn dort hat alles angefangen“, sagt Michael Blanke.

1994 startete erstmals eine Radtour zugunsten krebskranker Kinder zwischen Erfurt und Stadtilm, seit 2007 werden weitere Städte einbezogen.

 

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