Regelschule Unterbreizbach Mit Bravour gemeistert

red
Mit 350 Personen war die Aula bis auf den letzten Platz besetzt. Foto: Regelschule

Und wenn man denkt, es geht nicht besser, dann legt der aktuelle Neuner-Jahrgang noch eine Schippe drauf. So erlebt beim traditionellen Kulturtag der Regelschule in Unterbreizbach/Räsa.

 
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Der Kulturtag, ein vierstündiges Programm mit Beiträgen aller Klassen zu einem bestimmten Motto, zählt zweifellos zu den Höhepunkten im Schuljahr an der Staatlichen Regelschule am Ulsterberg in Unterbreizbach/Räsa und wird traditionsgemäß von der Klassenstufe 9 organisiert, durchgeführt und moderiert. Nach dreijähriger Pause wegen Corona stellte sich für alle im Vorfeld die bange Frage: Lässt sich nach dieser langen Phase der Unterbrechung ohne Weiteres dort anknüpfen, wo man 2019 aufgehört hatte? Schließlich liegt die große Herausforderung einer solchen Großveranstaltung mit mehr als 350 Personen in der selbstständigen Organisation durch die Schüler. Die hatten im Vorfeld wochenlang an der Deko gearbeitet, Plakate kreiert, Sponsoren gesucht, Pokale bestellt, Preise organisiert, Pläne für den Ablauf der Veranstaltung und der Generalprobe erstellt und anderes mehr. Jeder bekam eine Aufgabe – von der Moderation über die Jury, die Security, die Leute an der Technik, das Deko-Team bis zu den Verantwortlichen für Werbung und Sponsorensuche.

Jede Klasse lieferte einen eigenen Beitrag. Das Motto, das über allem stand, war „Musik“. Die Unterthemen waren vorgegeben und konnten von den Klassen gewählt werden. Die Liste reichte von Ostrock über Discosound, die 90er und 2000er, Heavy Metal, Schlager, Techno, Old School bis hin zur musikalischen Zeitreise. Es gab Tanzeinlagen, Karaoke, Akrobatik, es wurde gespielt, pantomimisch dargestellt und vieles mehr. Die Ausgestaltung der Aula war detailverliebt und das Bühnenbild ein wahres Meisterwerk.

„Unsere Kulturtage haben uns schon immer in Staunen versetzt, vor allem, was die große Anzahl der Talente unter der Schülerschaft betrifft, oder welchen Lerneffekt es für unsere Schüler hat, solch eine große Veranstaltung von A bis Z selbstständig zu organisieren“, berichtet Schulleiterin Gabriele Hörschelmann. „Aber in diesem Jahr war da noch etwas, das uns als Schulgemeinschaft zutiefst beeindruckt hat: das Engagement unserer Eltern. Stellvertretend für all die Mütter und Väter, die mit ihren Kindern geprobt, gebastelt, dekoriert, Plakate entworfen oder die einfach über Wochen hinweg als Schülertaxi fungiert haben, sind Anette und Steffen Weber sowie Sina Barche-Schulz und Markus Kümmel zu nennen. Beeindruckend war auch, dass die Lehrer, vor allem die Klassenlehrer, Teil des Auftritts ihrer Klassen waren. Die Lehrerschaft war mit auf der Bühne, hat gesungen, getanzt, gespielt … es herrschte einfach eine wunderbare Atmosphäre unter allen Beteiligten, die das Zusammengehörigkeitsgefühl enorm beflügelt hat.“ Die Anerkennung gilt auch den Eltern der beiden achten Klassen, die gemeinsam mit ihren Kindern für das Catering und das leibliche Wohl gesorgt haben, so Gabriele Hörschelmann, und ebenfalls dem Förderverein der Regelschule sowie allen Sponsoren dieser Veranstaltung.

Ein positives Feedback gab es auch von den Kindern und Lehrern der beiden vierten Klassen der Vitus-Grundschule Vacha, die als Gäste eingeladen waren. Auch dies ist bereits eine lieb gewordenen Tradition und sicherlich vertrauensfördernd beim Übergang der Viertklässler in die weiterführende Schule.

„Das sind Veranstaltungen, an denen wir als Schulgemeinschaft wachsen, die lange Zeit einen positiven Nachhall haben werden. Ein Motivationsschub, der uns in der schwierigen Situation, in der sich die Schulen derzeit befinden, gut tut“, so die Schulleiterin.

 

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