Der Rechnungshof hat den Etatentwurf für 2026 und 2027 scharf kritisiert. „Aus unserer Sicht geht die Landesregierung mit dieser Ausrichtung der Finanzpolitik außergewöhnlich ins Risiko“, sagte Rechnungshof-Präsidentin Kirsten Butzke laut Redemanuskript bei ihrer Anhörung im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags. Springe das Wirtschaftswachstum nicht wie beabsichtigt an, drohten die neuen Schulden „in der Zukunft zu erheblichen Lasten im Landeshaushalt zu werden“. Laut Butzke geht die Landesregierung strukturelle Verbesserungen der Haushaltslage weiterhin nicht an. So würden die Defizite nur durch eine Neuverschuldung von 1,4 Milliarden Euro sowie Rücklagen-Entnahmen von 500 Millionen Euro ausgeglichen. „Eine konsequente Aufgabenkritik, eine kritische Überprüfung der Förderlandschaft, Effizienzsteigerungen in der Verwaltung oder Strukturanpassungen finden bislang im Haushaltsplanentwurf jedenfalls kaum Niederschlag.“