Meiningen - Die Ergebnisse aus dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder vom Montag seien den Menschen nur schwierig zu vermitteln, meint Ralf Liebaug. „Wenn selbst wir, die jeden Tag damit zu tun haben, es kaum noch erklären können“, dann würde es den Menschen vor Ort ebenso schwerfallen, ergänzt der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Schmalkalden-Meiningen. Er fordert vielmehr endlich eine effiziente, kontinuierlich arbeitende Bund-Länder-Kommission, die für alle Fragen der Pandemie-Lage und die sich daraus ergebenden notwendigen Maßnahmen zuständig ist. Auf dieser Basis könnten dann die Treffen stattfinden und Entscheidungen getroffen werden, in die auch die Parlamente einzubeziehen sein, so Liebaug. Zudem müsse es eine Qualitätskontrolle geben, die einschätzt, welche Einschränkungen sinnvoll sind, sich bewährt haben und welche nicht praktikabel sind. Dann wäre es vielleicht auch zu einer anderen Einschätzung bei dem Treffen am Montag zu den erst angekündigten und dann zurückgenommen zwei Ruhetagen zu Ostern gekommen. „Respekt für die Entscheidung, einen Fehler einzuräumen, das schaffen nicht viele Politiker“, sagt Liebaug über die Bundeskanzlerin. Freilich trage das Hin und Her um die Ruhetage nicht zu mehr Akzeptanz für die Corona-Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung bei, weiß Liebaug auch.