Insgesamt wurden präventiv an rund 3.300 Bäumen im Stadtgebiet biologische Mittel in den Baumkronen verteilt. Während in den vergangenen Jahren der frühzeitige Einsatz der Sprühmittel eine hohe Erfolgsquote von etwa 95 Prozent gehabt habe, habe die Quote in diesem Jahr deutlich niedriger gelegen, erklärt der Sprecher. "Als Ursache kann die eher feucht-kalte Witterung im Mai/Anfang Juni angenommen werden, weshalb die Mittel nicht ihre volle Wirkung entfalten konnten."
Grundsätzlich sei zu beobachten, dass sich der Eichenprozessionsspinner im Fuldaer Stadtgebiet trotz der Bekämpfungsmaßnahmen der vergangenen Jahre nach wie vor ausbreite, "offenbar vor allem deshalb, weil in den die Stadt umgebenden geschlossenen Waldgebieten keine konsequente Bekämpfung erfolgt".
Darmstadt hat Lage im Griff
Aus Darmstadt heißt es, man habe den Befall durch die jährlich durchgeführte prophylaktische Bekämpfung mit biologischen Wirkstoffen insgesamt gut im Griff. Die Situation sei derzeit überschaubar. "Im Vergleich zu den Vorjahren mussten wir in diesem Jahr allerdings einige Nester an sieben verschiedenen Standorten an nicht prophylaktisch behandelten Bäumen absaugen", erklärt ein Sprecher der Stadt. In 2025 sei das nicht vorgekommen, in 2024 an zwei Standorten.
Ausbreitung in Hessens Wäldern in Richtung Norden
In Hessens Staatsforst hat sich der Eichenprozessionsspinner nach Angaben des Landesbetriebs Hessen Forst in seinem Verbreitungsschwerpunkt in Süd- und Mittelhessen ausgeweitet. "Zudem tritt er dieses Jahr auch in Bereichen auf, die bislang keine nennenswerten Vorkommen des EPS zu verzeichnen hatten, beispielsweise in Nordhessen", berichtet ein Sprecher. Aufgrund der fortschreitenden Klimaerwärmung sei mittel- bis langfristig eine weitere Ausbreitung in bislang weniger betroffene nördlichere Landesteile zu erwarten.