Feuerwehreinsatz in Schmalkalden Verschmorter Spülkasten sorgt für Rauchvergiftung

Eine vergessene brennende Kerze, verschmortes Plastik und eine komplett verräucherte Wohnung rief am Dienstagabend die Feuerwehr Schmalkalden auf den Plan.

Schmalkalden - Ein Großaufgebot der freiwilligen Feuerwehr Schmalkalden sorgte am späten Dienstagabend für überbordende Gerüchte in den sozialen Netzwerken. Angesichts von sieben Fahrzeugen, die mit Blaulicht zu einem Wohnungsbrand in der Weidebrunner Gasse 2 ausgerückt waren, rechnete man offenbar mit dem Schlimmsten. Letztendlich entpuppte sich das „Feuer“ als ein verschmorter Spülkasten im Bad einer Wohnung. Die Mieter hatten wohl die auf dem Plastikteil stehenden, brennenden Kerzen vergessen. Vor Ort fanden die 25 Rettungskräfte eine völlig verrauchte, verqualmte Wohnung vor, die Luft gefüllt mit giftigen Gasen als Folge des geschmolzenen Spülkastens. Das Mehrfamilienhaus musste zunächst evakuiert werden. Nachdem die Feuerwehr ausgiebig gelüftet hatte, durften die Bewohner zurück. Außer die aus der betroffenen Wohnung. Diese kann nach Auskunft von Stadtbrandmeister Michael Pfunfke vorerst nicht genutzt werden. Der Mieter kam mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Er hatte versucht, die Flammen zu löschen und dabei Rauchgase eingeatmet.

In der Brandwohnung fanden die Einsatzkräfte diverse Tiere vor, die eigentlich in die freie Wildbahn gehören. Die Feuerwehr entschloss sich daraufhin, die Fenster zu kippen und die Heizung aufzudrehen, damit es die Tiere wenigstens über Nacht warm hatten.

Dass die 25 Männer in sieben Fahrzeugen ausgerückt waren, hat einen einfachen Grund. Corona. Denn auch bei der Feuerwehr gelten die AHA-Regeln.

Autor

 

Bilder