Nach fieberhafter Suche Vermisster aus Elgersburg tot aufgefunden

, aktualisiert am 26.07.2021 - 11:25 Uhr

Zahlreiche Einsatzkräfte, zum Teil mit Suchhunden, suchten seit vergangenem Montagabend Elgersburg und Umgebung nach einem vermissten 85 Jahre alten Rentner. Jetzt die traurige Gewissheit. Der Mann ist tot.

Elgersburg - Seit vergangenem Montagabend suchten Polizei und Suchhundestaffeln nach einem vermissten 85 Jahre alten Rentner. Der Vermisste war zuletzt am vergangenen Sonntagmorgen gegen 8.30 Uhr an seiner Wohnanschrift in Elgersburg gesehen. An diesem Montag (26. Juli) teilte die Polizei nun mit, dass der Mann am Samstag, den 24. Juli, tot aufgefunden worden sei. Zu den Umständen seines Todes ermittelt die Kriminalpolizei Gotha. Ein Straftatverdacht bestehe derzeit nicht. Zu den näheren Umständen will die Polizei zum Schutz von Persönlichkeitsrechten keine weiteren Angaben machen.

Die Suche nach ihm hatte viel Aufmerksamkeit erregt. Dutzende Einsatzkräfte waren in der Vorwoche auf der Suche nach dem Mann, der auf Medikamente angewiesen war. Allein am Dienstag (21. Juli) waren neben den Polizeikräften mit einem Hundeführer aus Gotha auch die Rettungshundestaffeln aus Arnstadt und des ASB sowie Rettungskräfte der Feuerwehr Elgersburg im Einsatz. Nachdem zunächst insgesamt rund 40 Frauen und Männer nach dem vermissten Elgersburger suchten, orderte der Einsatzleiter der Rettungshundestaffel Arnstadt, Andreas Kirsten, weitere Staffeln aus Suhl, Weimar, Mittelthüringen und aus Eisenach, sodass sich die Zahl der Suchenden auf insgesamt 60 Mann steigerte.

Das Suchgebiet erstreckte sich von der Wohnadresse aus auf den ganzen Ort Elgersburg und das Umland und auf die Gewässer.

Rüstiger Rentner

„Wir wissen, dass der Mann ein sehr rüstiger Rentner ist, der jeden Tag auf Wanderschaft in diesem Gebiet unterwegs ist“, sagt der Einsatzleiter der Polizei und stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau, Klaus Koch, am Bahnhof in Elgersburg. Hier hatten die Einsatzkräfte ihr Einsatzzentrum eingerichtet. Wie Klaus Koch weiter sagte, sei bereits am Montagabend die Polizei von einem Bekannten des Vermissten darüber informiert worden, dass der 85-Jährige nicht auffindbar sei. „Daraufhin haben wir noch in den Abendstunden mit der Suche begonnen, mussten sie dann aber wegen Dunkelheit und wegen der unwegsamen Geländebedingungen unterbrechen“, so Koch weiter. 

Unter anderem wurde auch die Straße zwischen Ilmenau-Roda und Elgersburg für den Durchgangsverkehr gesperrt, um die Hundestaffeln bei ihrer Arbeit nicht zu gefährden, und auch der Zugverkehr wurde deshalb zeitweise eingestellt.

Wie der Einsatzleiter der Hundestaffel weiter sagte, habe man bei derartigen Einsätzen oftmals viel Glück gehabt, „wir hoffen, dass wir auch diesmal den Mann unversehrt finden.“ Dabei gehen die Hundeführer auch weit über ihre Schlafgrenzen hinaus, sagt er. „Einige von ihnen hatten in der vergangenen Nacht gerade mal zwei Stunden Schlaf, in denen sie die Suche unterbrochen hatten, bevor sie diese fortgesetzt haben.“ Leider nahm dieser Einsatz dann doch kein glückliches Ende. kru/cob

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