Tag der Architektur Heavy Metal am Werratalradweg

Die Fassade des Firmengebäudes soll die Identität der PCG GmbH widerspiegeln: Silber und Anthrazit, wie Hartmetall. Foto: /taktak

Wer am Sonntag auf dem Werratalradweg in Schwallungen unterwegs ist, kann im Gewerbegebiet einen Stopp einplanen: Zum „Tag der Architektur“ darf der Verwaltungsbau von PCG besichtigt werden. Es ist das Projekt „Heavy Metal“.

Die Gebäude an der Hilderser Straße in Schwallungen dürften schon manchem Radfahrer aufgefallen sein. Hallen stehen im Gewerbegebiet mehrere, aber eine fällt durch ihre dunkle, mit Solarmodulen bestückte Fassade besonders auf. Am Kopf der Halle, zu den Werraauen hin, erhebt sich ein metallisch glänzender Neubau, das Verwaltungsgebäude der PCG GmbH.

Der Entwurf stammt vom Sohn des Firmengründers und Inhaber des Schwallunger Architektur-Büros „Taktak“, Robert Ilgen. Den Neubau für die PCG GmbH bezeichnet er als „Projekt Heavy Metal“.

Das äußere Erscheinungsbild, so erklärt Robert Ilgen, spiegele die Identität der Firma PCG wider. „Die minimalistische und scharfkantige Formensprache mit seinen metallisch silbrigen und anthrazitfarbenen Oberflächen greifen den Werkstoff Hartmetall auf.“

In der Firma dreht sich alles um diesen Werkstoff, er steckt auch im Namen „Precision Carbide Germany“ , kurz PCG. Die Farbe von Hartmetall liege zwischen Silber und Anthrazit, hatte Firmengründer Frank Ilgen, der das Unternehmen mit seinem Sohn Christian führt, schon zum Richtfest erläutert. Sohn Robert Ilgen wollte diese Werkstoff-Eigenschaft bei der Fassadengestaltung widerspiegeln. So schimmert sie nun in Silber und Anthrazit – wie ein Werkstück aus Hartmetall. Oder auch „Heavy Metal“.

Zum „Tag der Architektur“ kann der Verwaltungsbau am Sonntag, 26. Juni, zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden.

Das Erdgeschoss des Neubaus ist das kommunikative Herz der Firma und fungiert mit seinen Besprechungsräumen und einem Kaffeebereich als Treffpunkt für Mitarbeiter und Gäste, beschreibt Architekt Robert Ilgen. Das Obergeschoss beherberge die Verwaltungsräume, die sich der Fassade entlang um einen zentralen Kommunikationsbereich gruppieren. Die dritte Etage ist von einem Dachaufbau geprägt, der etwa ein Viertel der Grundfläche einnimmt, und einer Dachterrasse mit Blick ins Werratal.

Auch bei der Gestaltung der Innenräume setzte der Architekt auf scharfe Kanten. Es handelt sich um einen Edelrohbau mit rohen Oberflächen, sichtbarem Tragwerk und offenen Installationsleitungen. Den Gegenpart bildet der Boden: Ganz ohne Metall aus Eichenholz-Stäbchenparkett.

Autor

 

Bilder